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Konzept zur Entwicklung : Tönning will seine Innenstadt beleben

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Stadtvertretung Tönning hat das Konzept zur Entwicklung des Ortskerns abgesegnet. 20.000 Euro wurden dafür veranschlagt.

Passend zur adventlichen Dekoration im Saal des Tönninger Rathauses läutete Bürgervorsteher Jan Diekmann die letzte Sitzung der Stadtvertretung in diesem Jahr mit einer Glocke ein. Zügig arbeitete dann das Gremium die 20 Punkte der Tagesordnung ab – und das binnen einer knappen Stunde. Zunächst gratulierte der Bürgervorsteher dem Stadtrat und stellvertretenden Bürgermeister Jürgen Ziegert für die Freiherr-vom-Stein-Verdienstnadel des Landes durch Ministerpräsident Torsten Albig (wir berichteten). „Seit 24 Jahren engagierst du dich in der Stadtvertretung. Seit 1999 bist du auch Schiedsmann und stehst den Schwächeren bei. Das ist aller Ehren wert“, so Diekmann. „Zu helfen war und ist stets mein Anliegen“, antwortete Ziegert.

Bürgermeisterin Dorothe Klömmer lud dann alle Bürger und Stadtvertreter zum Neujahrsempfang am 15. Januar in das Packhaus ein. Gleichzeitig lüftete sie ein Geheimnis: „Wir werden dann Feuerwehrmann Hans-Ulrich Proß mit dem Bürgerpreis auszeichnen. Dafür haben sich die Mitglieder des Hauptausschusses einstimmig ausgesprochen.“ Ein weiteres freudiges Ereignis werde das Eintreffen des neuen Rüstfahrzeuges der Freiwilligen Feuerwehr Tönning am kommenden Mittwoch (21.) sein. Wann die Abordnung mit dem Fahrzeug, das sie direkt vom Werk abholen, in der Eiderstadt eintreffen werde, wolle sie noch in Erfahrung bringen.

Was folgte, war die Absegnung von Beschlüssen laut Empfehlungen der Fachausschüsse. So gab es bei drei Enthaltungen grünes Licht für die Aufstellung des B-Plans Nr. 30 (künftige Wohnbebauung in der Schleusenstraße für das Gebiet östlich der Straße, nördlich der Stöpe am Torfhafen, westlich der rückwärtigen Grundstücke in der Neustadt, auf dem Gelände des ehemaligen historischen Hotels Landschaftliches Haus). Die neuen Besitzer wollen den Altbau direkt an der Straße umfangreich sanieren und zweigeschossig für ihre eigene Nutzung ausbauen. Im hinteren Grundstücksbereich sollen bis zu neun Wohnungen entstehen. Etwa zwischen 60 und 80 Quadratmeter groß werden sie und die meisten davon sind barrierefrei und damit besonders geeignet für Senioren, inklusive Stellplätzen, geplant. Einstimmig votierte das Gremium für die Aufstellung der ersten Änderung des B-Planes Nr. 18 (Sonderfläche Multimar Wattforum). Auf dem Außengelände soll wie berichtet ein Fischottergehege gebaut werden. Einstimmig gab es auch ein Go für die Erarbeitung eines Ortskernentwicklungskonzeptes. Dafür soll zunächst eine Summe von 20.000 Euro in den Haushalt 2017 eingestellt werden. Auch den Abschluss der aktuellen Fassung des öffentlich-rechtlichen Vertrages mit der Stadt Friedrichstadt und den Ämtern Eiderstedt, Viöl, Nordsee-Treene,über die Gründung eines Zweckverbandes für den Breitbandausbau genehmigte das Gremium einstimmig, ebenso wie die Satzungen der Kameradschaftskassen der Gemeindewehr Tönning und der Ortswehren Tönning und Kating.

Für einen warmen Geldregen sorgt der ehemalige Verein „Freunde helfen Raduga“. Nachdem er sich aufgelöst hat soll das Vereinsvermögen wie folgt verteilt werden: 3362,93 Euro für den ADS-Kindergarten, sowie je 672,59 Euro an den städtischen, dänischen und Nis-Puk-Kindergarten sowie an das Jugendzentrum und die Jugendfeuerwehr Tönning. Damit waren die Vertreter einverstanden. Ihre Sorgen um den Schiffstourismus auf der Eider und im Gieselaukanal fassten die Vertreter in eine vom Haupt- sowie Tourismus-Ausschuss gefasste Resolution (wir berichteten). Darin wird die Landesregierung aufgefordert einer Entwidmung der Bundeswasserstraßen Eider und Gieselaukanal nicht zuzustimmen und alles zu tun, um den Bund zur Aufrechterhaltung der derzeitigen Nutzungsmöglichkeiten zu verpflichten. „Es ist gut, dass sich auch der Kreis Nordfriesland positioniert hat“, erklärte Peter Tetzlaff (CDU). Einigkeit herrschte schließlich auch bei Absegnung des Haushaltsplanes mit –satzung 2017 inklusive Stellenplan, der Wirtschaftspläne der Eigenbetriebe Tourist- und Freizeitbetriebe und Abwasserbeseitigung, ferner der Schmutzwasserbeseitigungs-Satzung mit Gebührensatzung sowie Niederschlagswasser-Satzung mit dazugehöriger Gebührensatzung.

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