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Stadtentwicklung : Tönning will seine Chance nutzen

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Tönninger Stadtvertreter votieren für einen Antrag auf Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm.

Mit vier Gegenstimmen votierten Tönnings Stadtvertreter in ihrer jüngsten Sitzung für die Empfehlung des Hauptausschusses pro Förderantrag auf Aufnahme in das Städtebauförderungsprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Bürgermeisterin Dorothe Klömmer hatte informiert, dass die Verwaltung eine sogenannte Interessensbekundung auf Aufnahme in das Programm abgegeben hatte. Grundlage war der einstimmige Beschluss der Stadtvertreter Ende 2016 für ein Ortsentwicklungskonzept und die damit verbundene Einstellung eines Betrages von 20.000 Euro in den Haushalt 2017.

Das zuständige Ministerium hatte signalisiert, dass es Chancen für Tönning sehe. „Wenn wir den Antrag stellen, würde es zunächst zum Förderbescheid für vorbereitende Maßnahmen, wie gutachterliche Erstellung eines Einzelhandels- und Verkehrskonzeptes sowie für eine Wohnraumbedarfsermittlung, kommen“, so Klömmer. Die Fördersumme würde 120.000 Euro betragen. „Sollten wir in das Programm aufgenommen werden, hätten wir die Chance auf eine Eindrittel-Finanzierung durch Bund, Land und Kommune. Die Summe ist aber nicht in Stein gemeißelt. Dieser erste Schritt ist wichtig, um dabei zu sein.“

Alle weiteren Schritte könnten im eigenen Tempo erfolgen, ohne etwas zu verlieren. Nach Abarbeitung des Ist-Zustandes, würde es zunächst an die exakte Festlegung des Fördergebietes gehen, danach gegebenenfalls an Beauftragung von Sanierungsträgern, die zunächst ein gebietsorientiertes Management aufbauen sowie einen Verfügungsfond einrichten. Weitere Zuwendungsbescheide müssten eventuell in den Jahren folgen, bevor es zur Durchführung von Baumaßnahmen käme. Bis zu 15 Jahre würde die städtebauliche Maßnahme laufen.

„Meine Fraktion tut sich schwer damit. Es liegen gerade so viele Dinge in der Stadt an, wie der Anbau an die ETS, der Umbau der Sporthalle Grundschule oder die Einrichtung der Naturgruppe im Städtischen Kindergarten. Wir werden dagegen stimmen“, erklärte Mery Ebsen (AWT).

„Wir werden ja sagen. Es ist ein wichtiger Schritt für Tönning“, sagte Stefan Runge (SPD).

„Wir müssen zumindest eine Analyse haben. Danach können wir immer noch entscheiden“, so das Statement von Horst-Werner Knüppel (SSW).

„Die CDU-Fraktion ist einverstanden, aber ich werde dagegen stimmen“, so Friedrich Busch (CDU).

Schließlich befasste sich das Gremium mit der Frage der Namensgebung mit Hausnummernvergabe einer Straße im Baugebiet Nr. 19 (als Verlängerung der Paul-Dölz-Straße). Der Vorschlag der Verwaltung war der Städtepartnerschaft zu Fanö in Dänemark gewidmet, nämlich Umbenennung in Fanövej. „Wir sollten bei Namen von Persönlichkeiten unserer Stadt bleiben“, so die Anregung von Hans-Joachim Teegen (CDU). „Ich finde den Namen unserer Partnergemeinde in Fanö angemessen“, fand Stefan Runge (SPD). Auch Horst-Werner Knüppel (SSW) fand die Bezeichnung sinnvoll. Hauke Schmidt (AWT) brachte den Namen Esmarch ins Spiel, jenem in Tönning geborenen bedeutenden Chirurgen Friedrich von Esmarch.

Das Ergebnis: Acht Vertreter sprachen sich für Esmarchstraße aus, einer dagegen, und fünf enthielten sich. Für Fanövej votierten fünf, dagegen acht bei einer Enthaltung.





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