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Freundschafts-Vertrag : Tönning und Fanø sind jetzt Partner

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Dänische Nordseeinsel Fanø und die Stadt Tönning haben eine Städtepartnerschaft geschlossen. Der Bürgermeister der Inselgemeinde hofft auf einen regen Austausch zwischen den beiden Kommunen.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2013 | 12:00 Uhr

Die Stadt Tönning geht eine weitere Städtepartnerschaft ein. Neben der französischen Stadt Lacanau baut sie eine vielversprechende Beziehung mit der Inselgemeinde Fanø auf. Im Beisein von einigen Stadtvertretern, Vertreter von Vereinen und Verbänden aus Tönning sowie einer Delegation von Fanø unterzeichneten Bürgermeister Frank Haß und sein Amtskollege von Fanø, Erik Nørreby, die entsprechenden Urkunden. Mit einer Bildershow stellte Poul Therkelsen vom Tourismusbüro die bei Deutschen beliebte Ferieninsel vor. „Zugegeben, unsere Insel ist mit 56 Quadratkilometern klein, aber reich an Traditionen und Ereignissen, die jeden Bewohner und Gast ansprechen.“ Außerdem könne Fanø mit beeindruckenden Zahlen aufwarten. „Wir erwarten bis 2032 eine höhere Bevölkerungs-Wachstumsrate als im Rest des Landes“, so Therkelsen. Außerdem sei die Insel das älteste Tourismusgebiet Dänemarks.

Der Aufschwung der Insel begann im Jahr 1741 mit einer spektakulären Aktion. Dem dänischen König fehlte Kapital. Um schnelles Geld zu machen, habe er beschlossen, in Ribe die kleine Insel im Watt zu versteigern. Die beiden Inselgemeinden Nordby und Sønderho wollten gemeinsam die Insel kaufen, um so das Recht, Schiffe zu bauen und zu bereedern, zu erwerben. Jedoch befürchteten sie die finanzstarken Ribener Kaufleute. Da das Insel-Kapital vielleicht nicht reichen würde, zogen entschlossene junge Fanø-Frauen mit den Männern nach Ribe. Mit viel List, Schlauheit und einer ordentlichen Portion Schnaps lenkten sie am Abend vor der Versteigerung die betuchten Kaufleute von Ribe ab und sperrten sie ein. Außerdem brachten sie den Rathausdiener dazu, die Rathausuhr um eine Stunde vorzustellen. Schließlich ersteigerten sie die Insel.

Tatsächlich entwickelte sich die kleine Insel, nur wenige Fährminuten von Esbjerg entfernt, zu einem bedeutenden Schiffsstandort. Ende des 19. Jahrhunderts verzeichnete man auf Fanø die zweitgrößte Handelsflotte nach Kopenhagen. Heute lebe die Insel aber vom Tourismus und großen Aktionen, wie dem Drachenfestival mit mehr als 5000 Besuchern.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir alle von dieser Zusammenarbeit profitieren und ein freundschaftliches Band zwischen den Menschen beider Gemeinden knüpfen werden“, sagte der Insel-Bürgermeister Erik Nørreby und unterstrich, dass er die Menschen der beiden Gemeinden mit ins Boot nehmen wolle. .Bürgermeister Frank Haß lobte das gemeinsame Interesse und Ziel dieser Partnerschaft.



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