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Sicherheit von Mensch und Tier : Tönning setzt auf mehr Kontrolle

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Für die Überwachung von parkenden Autos sowie Hundehaltern wird eine 450-Euro-Kraft eingestellt. Erst kürzlich hatte Tönnings Bürgermeister Frank Haß eine Hundebesitzerin angezeigt, deren Vierbeiner Schafe gehetzt hatte.

Wie nötig die von den Mitgliedern des Bauausschusses der Stadt Tönning abgegebene einstimmige Empfehlung zur Einstellung einer Politesse zur Überwachung des ruhenden Verkehrs ist (wir berichteten), machte Bürgermeister Frank Haß in der Stadtvertreter-Sitzung deutlich. Er selbst habe beim Joggen im Schlagbaumweg – zwischen Tönning und Kotzenbüll – beobachtet, dass eine Hundehalterin gegen die Anleinpflicht verstoßen hatte. Ihr Hund jagte für einige Minuten eine Herde Schafe mit Lämmern, bis er nach mehrmaligem Schreien seiner Herrin schließlich abließ. „Die Tiere haben minutenlang gelitten. Ich habe das zur Anzeige gebracht“, so Haß. Das sei kein Einzelfall. Gerade in jüngster Zeit sei es zu ähnlichen Vorfällen auf Eiderstedt gekommen, die auch durch die Presse gegangen seien. Die Deichschäfer hätten nicht nur im Bereich Tönning reagiert und ihre Tiere vom Deich genommen. In letzter Konsequenz würde das, so Haß, Mehrkosten für die Steuerzahler bedeuten, denn die Aufgaben der Schafe, das Gras kurz zu halten, müssten nun Gemeindearbeiter mit Maschinen übernehmen. Das Gremium war sich einig: Es muss eine 450-Euro-Kraft zur Kontrolle der Halteverbote an Feuerwehrzufahrten und Rettungswegen sowie der Anleinpflicht für Hunde und der Parkregelung für etwa zehn Stunden wöchentlich eingestellt werden. „Ich gehe davon aus, dass sich die Personalkosten schon nach einem halben Monat amortisiert haben dürften“, bekräftigte der Stadt-Chef. Die neue Kraft werde flexibel eingesetzt, so dass auch an Wochenenden oder abends die sensiblen Bereiche kontrolliert werden können. Das sei keine Abzocke, sondern es könne nicht mehr hingenommen werden, dass Rettungswege zugeparkt werden oder Halteverbotsschilder, die nicht ohne Grund da stehen, missachtet werden.

Bürgervorsteher Stefan Runge (SPD) appellierte schließlich an das Verantwortungsbewusstsein der Hundehalter und Verkehrsteilnehmer. Es könne nicht angehen, dass Hunde zur Gefahr für die Öffentlichkeit werden oder parkende Verkehrsteilnehmer ihre Sicherheit und die ihrer Mitmenschen gefährdeten. Vielleicht sollte jeder auch die Zivilcourage haben, bei entsprechenden Beobachtungen die Mitbürger auf den Verstoß anzusprechen.

Der Bürgermeister hatte schließlich auch Erfreuliches zu berichten. „Es liegen bereits 41 feste und von der Schulleitung geprüfte Anmeldungen für die Sekundarstufe II vor“, erklärte Haß. 68 Anmeldungen gibt es für die fünfte Klasse der Gemeinschaftsschule, so dass drei eingerichtet werden können.

Der Start der Badesaison 2014 werde im Schwimmbad fristgerecht am 17. Mai erfolgen. Die Schäden sind mittlerweile behoben. Schließlich stimmte die Stadtvertreterrunde der Wahl des stellvertretenden Wehrführers der Ortswehr Tönning, Sönke Rathjens, zu.

Der Bürgervorsteher verabschiedete den Stadtvertreter Manfred Hartwig (AWT). Der hatte seinen Posten aus beruflichen Gründen abgegeben. „Es war eine große Freude mit Dir zusammenzuarbeiten“, so Runge. Als Nachfolgerin verpflichtete er Anke Ahrendt, die dann als neues Mitglied in den Verkehrs- und Wirtschaftsausschuss sowie Umwelt- und Kleingartenausschuss berufen wurde. Dafür schied sie als stellvertretendes bürgerliches Mitglied aus dem Schul- und Sportausschuss aus. Ihre Nachfolge trat Dieter Homann an. Ihr Mandat als ehemaliges bürgerliches Mitglied im Sozial- und Kulturausschuss gab sie an Uwe Wrigge ab. Der schied als stellvertretendes bürgerliches Mitglied aus dem Sozial- und Kulturausschuss aus. Für ihn trat Manfred Hartwig die Nachfolge an.

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