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Millionen-Investition : Tönning plant neues Sportgelände

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Hinter der Eider-Treene-Schule in Tönning könnte unter anderem ein Fußballplatz mit Zuschauertribüne entstehen. Die gesamte Realisierung dürfte bis zu zehn Millionen Euro verschlingen.

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erstellt am 22.Apr.2016 | 09:30 Uhr

Bereits im vergangenen Monat hatten die Mitglieder des Bauausschusses der Stadt Tönning das Thema Änderung und Erweiterung des B-Plans Nr. 20 und damit die Planungen für ein neues Sportareal an der Gemeinschaftsschule auf dem Tisch. Es wurde damals an die Fraktionen zurückgegeben (wir berichteten). Der B-Plan umfasst das Gebiet zwischen der Gemeinschaftsschule an der Badallee und Wolliner Straße (ehemaliges Haus Eiderente) sowie nordwestlich des Sportplatzes und südwestlich der Bahnstrecke Tönning–Husum. Der Planer Gerhard Hinrichs hatte angeregt, eine Arbeitsgruppe zu bilden.

Erneut hatte nun der Bauausschuss-Vorsitzende Hauke Schmidt den Planer eingeladen, um eine Weiterentwicklung auf Antrag der SPD-Fraktion zu besprechen. „Ich habe mir Gedanken gemacht, wo die Reise hingehen könnte“, erklärte Hinrichs und legte eine grobe Planzeichnung vor. Er könne sich den Bau einer Sporthalle, einer Laufbahn sowie eines Fußballfeldes nach FIFA-Standard inklusive einer Zuschauertribühne auf dem Gelände nordwestlich des jetzigen Sportplatzes am Rieper Weg vorstellen. Das Problem der Zuwegung müsste über eine Straßenverbreiterung am Städtischen Kindergarten vorbei sowie durch Anlage von Parkplätzen gelöst werden. 80 Stellplätze habe er vorgesehen. Die relativ kleine Fläche an der Wolliner Straße – früher Haus Eiderente – sollte nicht angefasst werden.

Stefan Runge (SPD) fand die Ansätze positiv. „Es sollte an der Umsetzung gearbeitet werden. TSV und die Schulen brauchen sowieso mehr Hallenraum“, so sein Statement. Sicherlich sei es möglich, Fördergelder zu akquirieren. Bürgermeisterin Dorothe Klömmer wies darauf hin, dass zunächst der Bedarf ermittelt werden müsste. Sie wisse nur, dass die derzeitigen Hallen gerade so ausreichten. Helge Prielipp (CDU), bürgerliches Mitglied im Finanzausschuss und TSV-Vorsitzender, warnte angesichts des Defizits in der städtischen Kasse, keine Risiken einzugehen, weil das Projekt sicherlich bis zu zehn Millionen Euro verschlingen könnte. „Wir müssen uns natürlich intensiv damit befassen“, erwiderte Runge. Ein weiteres Argument für eine neue Sporthalle sehe er auch darin, dass die Oberstufe in der Gemeinschaftsschule aller Voraussicht nach fest installiert werden wird. Die Testphase läuft im nächsten Jahr aus. Alle Signale aus dem Bildungsministerium in Kiel, so bestätigte die Stadt-Chefin, würden zumindest darauf hindeuten. Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass sich die Fraktionen mit den neuen Ideen befassen sollten.

Zur Neugestaltung des Pausenhofs der Grundschule am Ostertor berichtete Büroleiter Matthias Hasse, dass mittlerweile die Wünsche der Schüler aus einem Wettbewerb (wir berichteten) ausgewertet worden sind. Rutsche, Schaukel, Grünfläche zum Spielen, Klettern, standen auf der Prioritätenliste. Es müsste nun die von den Stadtvertretern erlassene Haushaltssperre über 25.000 Euro aufgehoben und dann ein professioneller Planer eingeschaltet werden. Die Planung könne von den Mitarbeitern der Stadt nicht geleistet werden. Die Schule habe signalisiert, Spendengelder einzuwerben. Es müsse auch geprüft werden, ob es Fördermittel gibt.

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