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High-Tech im Unterricht : Tönning: Neuer 3-D-Drucker in der Schule

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeinschaftsschule Tönning hat ein neues High-Tech-Gerät, einen 3-D-Drucker. Lehrer und Schüler sind begeistert. Der Drucker arbeitet mit abbaubarem Kunststoff und wird in den naturwissenschaftlichen Fächern eingesetzt.

Für die einen ist es ein Wunder der Technik, für die anderen eine unverzichtbare Weiterentwicklung. Kaum größer als ein ganz normaler All-in-One-Drucker ist der neue 3-D-Drucker, den die Gemeinschaftsschule Tönning erhalten hat. Mit den kleinen Maßen von 59 Zentimeter Länge, 43 Zentimeter Höhe und 55 Zentimeter Tiefe passt er auf jeden fahrbaren Bürotisch, und das ist genau richtig für praktische Arbeit mit Schülern im Bereich der Wahlpflicht-Kurse „Naturwissenschaften“.

„Hier beginnt die Zukunft. Wir sind der Stadt Tönning als Schulträger sehr dankbar für die Investition in Höhe einer mehrstelligen Summe zugunsten der Bildung unserer Kinder. So ein Gerät haben bislang wohl nur ganz wenige Schulen in Deutschland“, freut sich Schulleiterin Telse Schreiber. Ihr Stellvertreter Marc Harslem, zugleich zuständig für den Fachbereich Technik, und der unter anderem für Technik und Computer zuständige Lehrer Michael Nickel haben sich für die Anschaffung dieses neuartigen Druckers stark gemacht.

Wozu dient nun ein 3-D-Drucker? Ganz einfach: zur Herstellung eines massiven, dreidimensionalen Prototypen von Objekten aus wieder abbaubarem Kunststoff. Und genau dieser wird ausschließlich in der Tönninger Gemeinschaftsschule verwendet.

Der erste Entwurf entsteht an einem Computer. Dort wird das Modell im 3-D-Format gezeichnet und danach mit Hilfe entsprechender Software sozusagen aus dem neuen Drucker „ausgespuckt“. „Die Schüler lernen mit Verstand und Hand. Sie konstruieren praxisnah dreidimensionale Objekte am Bildschirm. Die Ergebnisse können sie direkt sehen und begutachten“, erläutert der stellvertretende Schulleiter. Das war bisher nicht möglich.

Nicht anders arbeiten große Unternehmen bei der Entwicklung von Produkten. Viele Schüler würden nach Schulende Ausbildungen in technischen Berufen absolvieren. Schon daher sei es ein Pluspunkt, wenn sie schon Kenntnisse vorweisen können. Viele Schüler würden auch Praktika in den in der Eiderstadt ansässigen Fachbetrieben Nissen Elektrotechnik, die sich zudem mit dem Bau verkehrstechnischer Anlagen befasst, sowie SIHI Anlagentechnik absolvieren. Sie könnten nun absolut mithalten. Die Arbeit mit dem nagelneuen High-Tech-Gerät wird in einer der nächsten Wahlpflichtstunden starten. „Wir werden am Puls der Zeit arbeiten. Ich freue mich darauf“, sagt Fachpädagoge Michael Nickel.

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