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Austausch über Grenzen hinweg : Tönning ist nun mit Frankreich verbunden

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Eider-Stadt geht eine Partnerschaft mit dem fast gleich großen Badeort Lacanau in Südfrankreich ein. Schwerpunkte der gemeinsamen Projekte sollen Bildung, Jugendaustausch, Sport und Tourismus sein. Tönninger Schüler waren schon dort.

Nach längerer Suche hat Tönning nun einen Partnergefunden: Es ist die französische Stadt Lacanau. In einer feierlichen Zeremonie im Multimar wurden die Urkunden von Tönnings Bürgermeister Frank Haß und dem Bürgermeister von Lacanau, Jean-Michel David, unterzeichnet. Zu den geladenen Gästen gehörten Vertreter von Schulen, Vereinen und Verbänden sowie des Stadtrates von Tönning.

Zuvor hatten Shanti Jacqueline Thiru, Präsidentin von Lacanau-Europe, zusammen mit Cavier Soinard ihre Heimatstadt vorgestellt. Das Gremium hatte die Kooperation vermittelt und in die Wege geleitet. „Unser Ziel ist es, Partnerschaften mit europäischen Städten zu knüpfen“, erläuterte Thiru. Mit Tönning sei die erste entstanden. Die südfranzösische Kommune liegt am Atlantik, rund 45 Kilometer nordwestlich von Bordeaux. Sie ist beliebt bei Wassersportlern, Golfspielern und Radlern. Und schon bei den ersten Fotografien zeigten sich Gemeinsamkeiten. „Die Bilder ähnelten den Badestränden in unserer Region“, sagte Ortswehrführer Stefan Klützke nach der Präsentation. In der Nähe von Lacanau befindet sich einer der größten Süßwasserseen Frankreichs. Und so nimmt es nicht Wunder, dass der Tourismus die größte und wichtigste Einnahmequelle der Stadt und der Region ist. Mit knapp 4500 Einwohnern hat Lacanau eine ähnliche Größe wie Tönning.

Doch nun müsse die neu gewonnene Zweisamkeit auch von Leben erfüllt werden, betonte Frank Haß. „Die neu gewonnene Partnerschaft ist keine Verwaltungsdienstleistung.“ Er forderte die Zuhörer auf, sich an der Belebung zu beteiligen. Auch sein französischer Amtskollege verband mit dieser Partnerschaft große Ziele. „Unser gemeinsamer Weg soll sich auf die Gebiete Bildung, Jugendaustausch, Sport und Tourismus auswirken.“ Jetzt seien Bürger notwendig, die dieses Prestigeprojekt mit anpacken und aufbauen. Tatsächlich haben sich beide Seiten viel vorgenommen, wie Thiru berichtete. „Wir wollen ein Mal im Jahr ein gemeinsames Projekt vorlegen.“ Dabei würde Lacanau-Europe bei der Umsetzung auch finanzielle Hilfestellung geben.

In Sachen Kultur hat die französische Stadt unter anderem ein europäisches Filmfestival zu bieten. Eine weitere besondere Veranstaltung sind die mehrsprachigen Schultage. Deutsch, Spanisch, Englisch sowie Italienisch stehen auf dem Programm. Ein besonderes Highlight sei das monatliche mehrsprachige Treffen. „Hier treffen sich an mehreren Tischen Jung und Alt und unterhalten sich in verschiedenen Sprachen“ – an jedem Tisch in einer anderen. 20 Prozent aller Urlauber kämen aus dem Ausland, berichtete Thiru weiter, die meisten aus Deutschland.

Schon vor der Vertragsunterzeichnung waren Tönninger zu Gast am Atlantik. So besuchte Andreas Berg mit fast 40 dänischen Schülern die französische Stadt: „Diese Begegnung war für uns alle ein grandioses Erlebnis“, sagte Andreas Berg.

Damit die vorgesehenen Veranstaltungen auf beide Seiten ausstrahlten, seien Bürger herzlich willkommen, die an diesem Vorhaben mitbauen wollten. „Interessierte sollten sich im Rathaus melden“, so Haß.

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