zur Navigation springen

Ausbildungstag in Tönning : THW im Einsatz am Deich

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Frauen und Männer des Technischen Hilfswerkes absolvieren in Tönning einen Ausbildungstag zum Thema Sturmflut. 51 Teilnehmer aus ganz Schleswig-Holstein waren angereist.

Sie werden gerufen, wenn es bei Sturmfluten an den Deichen brenzlig wird: die Frauen und Männer des Technischen Hilfswerkes. Da muss jeder Handgriff sitzen, wenn es um die Verteidigung der Bollwerke gegen den sogenannten Blanken Hans geht. Ralf Oldehus, Beauftragter des Ortsverbandes Tönning, hatte in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Landesbetriebes für Küsten- und Naturschutz (LKN) zu einem Ausbildungstag zum Thema Deichverteidigung eingeladen. 51 Teilnehmer aus den Ortsverbänden Eckernförde, Husum, Kiel, Wahlstedt und Tönning waren angereist.

„Ich finde es wichtig dabei zu sein und mich weiterzubilden. Die Sturmfluten der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass dann jeder Mann gebraucht wird“, so Henning Radtke aus Kiel. „Ja, wir werden bei den unterschiedlichsten Schadenslagen angefordert, bei drohenden Deichbrüchen vom LKN“, bestätigt Ausbildungsleiter Oldehus. Vertreter aus den Freiwilligen Feuerwehren Koldenbüttel, Tating, Tönning, Welt, der DRK-Ortsverbände Garding, Tönning/Witzwort, dem Ortsverband DLRG Tönning Eiderstedt, Boye Hach von der Brand- und Katastrofenschutzabteilung des Kreises Nordfriesland, sowie Matthias Hasse, Leiter der Stadt-Entwicklungsabteilung Tönning, schauten sich den Stand der Ausbildung der – meist jungen – Leute an.

Die Führung zu den beiden Übungsstationen direkt vor dem Vollerwieker Deich hatte Ausbilder Andres Michael Bernhardt vom Ortsverband Tönning übernommen. Er stand den Gästen bei Fragen Rede und Antwort. So warteten zwei Aufgaben auf die freiwilligen Helfer. Da der Sandsack als wichtigste Waffe im Kampf gegen die Fluten gilt, mussten die Akteure das Befüllen der Säcke üben, bevor eine Kette gebildet wurde. Die letzten Männer in der Reihe mussten sie jeweils fachgerecht auf eine Palette stapeln, um die reibungslose Verladung per Gabelstapler auf den Lkw sicherzustellen. Einzeln bringen die Säcke ein Gewicht von bis zu 20 Kilogramm auf die Waage. 14 Tonnen Kies – also etwa 1000 Säcke – wurden befüllt. In einer Stunde war die Arbeit getan.

„60.000 Säcke sind vom LKN beispielsweise im Norderheverkoog eingelagert worden“, informierte Bernhardt. Die andere Gruppe beschäftigte sich mit dem Faschinen-Bau. Dank zwei im Einsatz befindlicher Pfahlrammen und entsprechender Manpower war auch das binnen kürzester Frist erledigt. Die verdrahteten Faschinen dienen dem Schutz des Spülsaums. Feuerwehrchef Jacob Christensen war aus Tondern in Dänemark als Beobachter angereist. Austausch mit deutschen Kollegen ist Christensen immer wichtig. Zufrieden war denn der THW-Ortsverbands-Beauftragte. Er sei stolz auf die starke Gemeinschaft und die Zusammenarbeit mit Rettungskräften sowie LKN.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen