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Ziegenweide Högel : Therapie-Hofgemeinschaft wird größer

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Dieses Jahr plant der gemeinnützige Verein Hofgemeinschaft Ziegenweide den Bau eines neuen Stallgebäudes. 2017 sollen zudem weitere Wohnplätze entstehen.

Nicht ganz leicht fiel Högels Bürgermeister Ernst-Peter Carstensen der Abschied vom bisherigen Gemeindevertreter Mark Carstensen. Carstensen war seit dem 11. Juni 2008 im Gemeinderat, stellvertretender Bürgermeister, im Jugend- und Kultur- sowie im Rechnungsprüfungsausschuss und als Vertreter für den Wasserverband Nord aktiv. Sein Amt hatte er aus gesundheitlichen Gründen abgegeben. „Du warst immer kritisch und hast zielorientiert gearbeitet“, erklärte Carstensen im Rahmen der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzung. Als Abschiedsgeschenk erhielt er das Wappen der Kommune. Zudem ernannte und vereidigte der Bürgermeister Kai Kluvetasch zum neuen Mann in der Runde. Der trat durch einstimmiges Votum auch die bisherigen Posten seines Vorgängers an.

Bereits im vergangenen Jahr hatte das Gremium die Änderung des Flächennutzungsplanes sowie des Bebauungsplans Nr. 5 (Gebiet östlich der Flensburger Straße und südlich der Joldelunder Straße) auf den Weg gebracht. Die Planerin Barbara Bonin erläuterte nun das Vorhaben, nachdem die Träger öffentlicher Belange keine Einwendungen erhoben hatten. Die Beschlüsse besagen, dass der seit 16 Jahren agierende Hof Ziegenweide Antragsteller war, um die auf dem Grundstück befindlichen Bauten erweitern zu können. Das Anwesen liegt bautechnisch im Außenbereich der Gemeinde, wo nicht ohne entsprechende Ausweisung gebaut werden darf.

„Wir haben quasi Baurecht geschaffen. Vorher war nur Landwirtschaft möglich. Jetzt wird es ein Sondergebiet Lebens- und Arbeitsgemeinschaft. Die Kosten der Pläne übernimmt die Hofgemeinschaft“, erläuterte Bonin. Die Betreiber der Einrichtung für betreutes Wohnen und Arbeiten in der Landwirtschaft für psychisch erkrankte Menschen wollen sowohl das landwirtschaftliche Gebäude erweitern als auch neue Wohn-, Therapie- und Aufenthaltsräume schaffen.

Der jetzige Stall wurde 1935 errichtet. Um eine artgerechte Haltung der Tiere zu gewährleisten, ist ein Neubau notwendig, sagt die Leiterin Marga Hansen. Noch in diesem Jahr soll der erste Spatenstich erfolgen. Für 2017 ist dann der Neubau eines Wohn- und Therapiehauses geplant.

Durch die Arbeit in der Landwirtschaft sichern sich die Bewohner und ebenfalls auf dem Hof lebende Betreuer und Therapeuten ihren Lebensbedarf und bilden eine Heim-, Arbeits- und Lebensgemeinschaft. Die Finanzierung erfolgt zu 80 Prozent aus Pflegesätzen, zu zehn Prozent aus Eigenanteilen sowie weitere zehn Prozent aus dem Produktverkauf. Die Grenze des Grundstücks beträgt zum Wald 30 Meter. Inbegriffen ist auch ein Knick. Zweigeschossige Bauweise soll erlaubt sein mit einer Firsthöhe von 9,50 Meter.

Der Gemeinde-Chef berichtete anschließend, dass die Aktiven des Schwimmbad-Fördervereins trotz schlechter Witterung im vergangenen Jahr zufrieden waren. Es wurden 48 Familien-, zehn Schüler-Jahreskarten sowie elf Jahreskarten für Erwachsene verkauft, ferner 26 Schlüssel ausgegeben. 4087 Euro wurden eingenommen, so dass die Ausgaben nicht ganz gedeckt werden konnten. Da der Verein noch Rücklagen von mehr als 6000 Euro habe, sei das tragbar. Auch die Bilanz der Fahrbücherei könne sich sehen lassen. 2015 gab es 1062 Ausleihungen. 2014 waren es nur 785. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gemeindehauses hat 2014 eine Summe von 1835 Euro als Gewinn gebracht. Spätestens Ende April sollen alle Haushalte Högels an das Breitbandnetz angeschlossen sein. Das Kinderfest findet am 23. Juli statt.

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