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Nach 48 Jahren : Theodor Storm: Gruft in Husum geöffnet

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Die Stadt Husum will den Zustand der Gruft überprüfen. Nicht nur der Autor fand darin seine letzte Ruhestätte.

Husum | Nach einem halben Jahrhundert ist am Mittwoch erstmals wieder die Gruft geöffnet worden, in der der Schriftsteller Theodor Storm bestattet ist. Auf dem ehemaligen Friedhof St. Jürgen in Husum wurden die oberen Steinplatten der Grabstelle angehoben. Die Stadt will den Bauzustand der aus dem frühen 19. Jahrhundert stammenden Gruft überprüfen lassen. So solle etwa untersucht werden, ob die Seitenwände tragen, sagte die Leiterin des Husumer Gebäudemanagements, Christine Friedrichsen. Seit einigen Jahren wisse die Stadt von Absackungen im Bereich der Gruft.

Für die Untersuchung kamen ein Statiker aus Bad Oldesloe, ein Sarg-Experte aus Lübeck und ein Baumsachverständiger aus Pinneberg angereist. Der Ehrenpräsident der Storm-Gesellschaft, der 94-jährige Karl Ernst Laage, begrüßte es, dass die Stadt Husum bemüht ist, die Gruft als Kulturdenkmal zu erhalten. „Es ist selten, dass so etwas als Dichter-Denkmal erhalten ist “, sagte der Storm-Experte.

Bei der letzten Öffnung vor 48 Jahren hatte Laage die Gruft selber betreten. Die meisten der auf Eisenstangen ruhenden Särge seien damals zusammen gebrochen gewesen, erinnerte er sich. Wie viele der Särge heute noch existieren, wisse er nicht, sagte der 94-Jährige. Er bezeichnete das sechs Meter lange Gewölbe als verhältnismäßig standfest.

In der Gruft sind neben Theodor Storm (1817-1888), Autor des „Schimmelreiters“, auch seine erste und zweite Frau beigesetzt. Insgesamt haben 35 Angehörige der Familie dort die letzte Ruhestätte gefunden.

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erstellt am 22.Okt.2014 | 17:58 Uhr

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