Thema Tierwohl bewegt die Besucher

Viele Besucher interessierten sich für den modernen Melkstand auf dem Biohof Clausen im Norderheverkoog.
Viele Besucher interessierten sich für den modernen Melkstand auf dem Biohof Clausen im Norderheverkoog.

Hunderte Gäste besuchen den Schautag im Norderheverkoog. Drei unterschiedliche Betriebe stellen ihre Arbeit vor.

shz.de von
11. Juni 2018, 10:00 Uhr

Zum bundesweiten Tag des offenen Hofes hatten gestern auch drei Betriebe an der Osterhever Norderheverkoogstraße ihre Ställe und Scheunen weit aufgemacht, um den zahlreichen, interessierten Besuchern einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren und sie mit hausgemachten Produkten zu beköstigen. Gleichzeitig nahmen die Teilnehmer den beliebten Schautag ebenfalls zum Anlass, das 80-jährige Bestehen ihres Kooges zu feiern.

„Als der Koog Ende der 30er Jahre besiedelt wurde, entstanden 28 Hofstellen. Heute gibt es noch fünf Höfe von denen drei im Vollerwerb stehen“, berichtete Carsten Clausen, dessen Sohn Jochen den Familienbetrieb seit 2015 als zertifizierten Biohof führt.

Bei den Führungen durch die Ställe und technischen Anlagen stießen die Erläuterungen des jungen Agarbetriebswirts auf großes Interesse. Nachfragen gab es hierbei insbesondere zum Tierwohl. Ebenso wurden die betriebswirtschaftlichen Reaktionen der Fachleute auf die bestehende Milchpreiskrise häufig thematisiert.

Um diese Problematik machten sich Max (4) und Ben (2) allerdings noch keine Sorgen machen. Die beiden kleinen Hamburger Feriengäste fanden es einfach nur super, dass sie sich an der „coolen“ Milchtankstelle ihr Lieblingsgetränk selbst zapfen konnten.

Unter dem Motto „Offen, ehrlich, echt“ stand auch das Programm auf dem Ferienhof Gertz/Petersen. „Wir wollen zeigen, dass sich konventionelle Landwirtschaft und Tierwohl nicht widersprechen. Deshalb bekommen alle Gäste erst einmal eine Hofführung. Schließlich sind unsere Kühe unsere wichtigsten Mitarbeiter. Deshalb muss es ihnen gut gehen“, erklärte Telse Petersen.

Um das Wohlbefinden ging es ebenso auf dem Bauernhof Jebe. Doch dieser wird allerdings nicht mehr als landwirtschaftlicher Produktionsbetrieb geführt, sondern Anneliese und Hermann Jebe widmen sich seit einigen Jahren dem Reiki (Energiearbeit nach japanischer Philosophie), das Körper und Seele wieder in Einklang bringen soll. Neben ausführlichen Informationen zum Thema Ganzheitlichkeit konnten die Besucher hier, gemeinsam mit dem talentierten Sohn des Hauses Jorris, zudem testen, ob sie sich als Wünschelrutengänger eignen.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen