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Husumer Nachrichten

24. August 2017 | 03:35 Uhr

Grosse Pläne : Teures Grün für Rantrum

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Sportplatz mit Kunstrasen soll entstehen – dafür wollen Gemeinde und Sportverein Fördergelder beantragen und Sponsoren werben.

Es ist ein ambitioniertes Vorhaben – und alles andere als billig: Die Gemeinde Rantrum will für Sportler bessere Bedingungen schaffen und macht sich für einen Kunstrasen stark. Doch der würde rund 800.000 Euro kosten.

„In verschiedenen Gremien unserer Gemeinde haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir unsere Sportplätze besser gestalten können. Dabei wollen wir die Gelegenheit nutzen, EU-Gelder für unser Kunstrasen-Vorhaben einzuwerben. Momentan werden nämlich Multifunktions-Plätze gefördert“, erklärte Bürgermeister Horst Feddersen auf einer Informations-Veranstaltung im Rantrumer Stadiontreff. Dort stellte er gemeinsam mit dem TSV-Vorsitzenden Tim Carstens und Fördervereins-Vorsitzenden Jens Greve das Projekt vor. „Auf der neuen Fläche möchten wir den Inklusions-Sport ebenso ermöglichen wie Korb- oder Volleyball oder auch Zeltlager für unsere Jugend“, so Feddersen. Damit bei dem Vorhaben die Gemeinde nicht alleine dastehe, habe sie den TSV-Vorstand und den Förderverein mit ins Boot geholt.

„Die Kosten belaufen sich auf 750.000 bis 800.000 Euro – da brauchen wir nichts schönzureden“, machte Feddersen deutlich. Nun will der Gemeinde-Chef Sponsoren für diesen Multifunktions-Platz gewinnen. Darüber hinaus werde ein Regionalbetreuer gebraucht, dessen Stelle bereits ausgeschrieben sei. „Denn es müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden und dazu ist eben ein Fachmann nötig. Aber wir möchten an dieser Stelle auch ganz klar sagen, dass wir uns auf den Weg machen, Fördermittel einzuwerben“, betonte Feddersen. Auch wenn der vollständige Betrag dabei nicht zusammenkommen kann – das sei den Initiatoren sehr wohl bewusst. Maximal 75 Prozent an EU-Geldern können für das Vorhaben genehmigt werden.

Fest steht auch, dass der Spielbetrieb der Fußballer mit den beiden vorhandenen Plätze nicht aufrechterhalten werden kann. Deshalb sei der Gedanke aufgekommen, einen Kunstrasen-Platz anzulegen. TSV-Vorsitzender Tim Carstens beziffert die angedachte neue Platzgröße auf 8000 Quadratmeter. „Das Vorhaben ist in den Ausschüssen schon besprochen worden. Rückendeckung vom Gemeinderat ist vorhanden. Der neue Platz ist notwendig. Wenn der Regionalbetreuer da ist, folgt eine Einwohnerversammlung“, sagte der Bürgermeister.

Doch wie sollen die Sponsorengelder eingeworben werden? TSV-Vorsitzender Tim Carstens: „Wir werden in der Sporthalle ein großes Spielfeld aufhängen, von dem wir dann Quadratmeter an Sponsoren vergeben.“ Firmen werden um 100 Euro für einen Quadratmeter gebeten, Privatpersonen um 50 Euro. „Jeder, der sich beteiligen möchte, kann sowohl einen als auch eine unbegrenzte Anzahl kaufen. Mit dieser Aktion peilen wir einen sechsstelligen Betrag an – und da bin ich ganz optimistisch, dass wir das schaffen“, so Carstens weiter. Außerdem bemüht sich der TSV um Fördergelder von Sportverbänden.

Profitieren von der neuen Kunstrasen-Anlage sollen vor allem Schulen und Kindergärten. Auch für Menschen mit Behinderung gäbe es große Vorteile. „Sie benötigen zur Ausübung ihres Sports ebene Flächen“, erklärte der TSV-Vorsitzende. Seit zweieinhalb Jahren hat der Verein eine Inklusions-Sparte. „Unser TSV erlebt gerade im Bereich Fußball einen Aufschwung, den wir unbedingt unterstützen wollen. Aber ich sage auch: Es geht eben nur gemeinsam. Eine Fläche mit Drainage für das angedachte Projekt ist vorhanden“, berichtete Feddersen. Am liebsten wäre es den Initiatoren, wenn der Bau bereits im Herbst beginnt. „Das wäre ein idealer Zeitpunkt “, ist sich Gemeindevertreter Dieter Gercke sicher.


Weitere Informationen zum Projekt sind im Internet unter www.tsv-rantrum.de zu finden.




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