Neues Wohngebiet in Tetenbüll : Tetenbüll schafft Wohnraum

In Tetenbüll soll ein neues Wohngebiet entstehen und ein anderes erweitert werden.
In Tetenbüll soll ein neues Wohngebiet entstehen und ein anderes erweitert werden.

Bis Weihnachten soll die Bauleitplanung für ein neues Wohngebiet östlich des Dorfkerns abgeschlossen sein.

Avatar_shz von
17. Oktober 2018, 14:27 Uhr

Tetenbüll | Das geplante Baugebiet zwischen den Straßen „Kirchdeich“ und „Möhlendiek“ stand im Mittelpunkt der jüngsten Sitzung der Tetenbüller Gemeindevertreter. Für das 8000 Quadratmeter große Areal gegenüber der Grundschule hatten sie vor einem Jahr einen Aufstellungsbeschluss zur Änderung des Flächennutzungsplanes gefasst (wir berichteten). Der ist inzwischen von beteiligten Behörden und anderen Trägern öffentlicher Belange kommentiert und mit den dazugehörigen gemeindlichen Stellungnahmen versehen worden. Das Ergebnis präsentierte Norbert Jeß vom Kieler Planungsbüro B2K den Anwesenden.

So weist die Untere Naturschutzbehörde des Kreises darauf hin, dass zum Schutz des Außenbereichs und zur Vermeidung von Splittersiedlungen vorrangig alle Flächen im Innenbereich des Dorfes bebaut werden sollten. Die vom Kreis dafür vorgeschlagene Fläche westlich der Katharinenheerder Landstraße steht nach Auskunft des Eigentümers gegenwärtig nicht zum Verkauf und kann deshalb nicht bebaut werden, zitierte Jeß aus der Gegenüberstellung. Aufgrund der Hinweise zum Vogel- und Naturschutz wurden Verträglichkeitsuntersuchungen vorgenommen. Die führten zu den Ergebnissen, dass die Tier- und Pflanzenwelt durch die Erschließung des Gebiets nicht beeinträchtigt wird, so der Bauingenieur. Geklärt sei auch, dass die beabsichtigte Errichtung von sechs Wohnhäusern im Einklang mit dem Landesentwicklungsplan stehe, denn der ermögliche der Gemeinde bis 2025 der Errichtung von 24 Wohneinheiten.

Dem Beitrag des Landesbetriebs für Straßenbau und Verkehr folgend darf die Zufahrt zu dem künftigen Baugebiet jedoch nicht, wie vorgesehen, vom Möhlendiek aus erfolgen. Der Grund: Die Nähe zur Einmündung in den Kirchdeich berge Gefahren für alle Verkehrsteilnehmer. Deshalb soll die Zufahrt jetzt vom Kirchdeich aus erfolgen. Der Deich- und Hauptsielverband weist darauf hin, dass sich an der östlichen Grenze des Gebiets ein Entwässerungskanal befindet, für dessen Unterhaltung ein Schutzstreifen vorzusehen ist. In einem Abstimmungsgespräch mit dem Verband wurde vereinbart, dass dieser auf eine Breite von 4,5 Meter reduziert werde, weil das Aushubmaterial abgefahren wird. Mit dem Weg wird die Gemeinde diese Verpflichtung übernehmen. Dessen Unterhalt wird auf den Eigentümer der Fläche übertragen.

Einstimmig billigte die Gemeindevertretung den Entwurf der Änderung des F- Planes und die Begründungen hierzu. Beide Bestandteile werden durch Auslegung und über den Digitalen Atlas Nord des Landes veröffentlicht. Zuversichtlich äußerte sich der Planer über den weiteren zeitlichen Ablauf. „Nach der intensiven Vorarbeit können wir hoffentlich noch vor Weihnachten den Bebauungsplan fertigstellen.“

Einverstanden waren die sieben Stimmberechtigten ebenfalls mit der Vorplanung für die Erweiterung des Wohngebietes Achter de Kark/Süderenn. „Aufgrund der Nachfragen müssen wir etwas vorhalten“, sagte Bürgermeister Thomas Lorenzen (CDU). Hila Küpper (B 90/Grüne) regte an, in dem Gebiet auch handwerklichen Betrieben die Ansiedlung zu ermöglichen. Mit der Vorbereitung eines F-Planes wird das Planungsbüro Sven Methner aus Meldorf beauftragt.

Erneut diskutiert wurde in der Sitzung das Thema Verkehrsberuhigung im Bereich der Schule, weil die ausgeschilderte Begrenzung der Geschwindigkeit von einigen Autofahrern ignoriert werde. Armin Johns (KWT) berichtete von seinen Gesprächen mit Behörden über das Problem und schlug verschiedene bauliche Veränderungen des Straßenverlaufs am nördlichen Orteingang vor. Dazu zählten: Kopfsteinpflaster, Hochborde, Betonringe oder eine Verkehrsinsel. Die Kosten der Umsetzung im fünfstelligen Bereich müsse jedoch die Gemeinde aufbringen. Aus diesem Grund folgten alle dem Vorschlag des Gemeindechefs. Er plädierte für den versuchsweisen Einsatz einer elektronischen Geschwindigkeitsanzeige mit einem Smiley.

Beschlossen wurde ferner die Instandsetzung eines schadhaften Bürgersteigabschnittes im Ortsteil Wasserkoog. Es sollen Kostenvoranschläge eingeholt werden. Zustimmung erntete Hila Küpper für ihren Vorschlag, in Tetenbüll an einer bestimmten Stelle eine Mitfahrbank aufzustellen. Mit einem Richtungsanzeiger könnten Personen auf ihre Suche nach einer Mitfahrgelegenheit aufmerksam machen. Der Kooperationsraum Mittleres Eiderstedt möchte dieses Projekt starten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen