Lebendes Fossil : „Terrorvogel“ in St. Peter-Ording geschlüpft

Ein Seriema-Küken genießt die Herbstsonne im Westküstenpark. Seriemas werden oft als „lebendes Fossil“ bezeichnet.

Ein Seriema-Küken genießt die Herbstsonne im Westküstenpark.

Schlechte Flieger und am liebsten zu Fuß unterwegs: Die letzten Verwandten des ausgestorbenen „Terrorvogels“.

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20. Oktober 2018, 12:01 Uhr

Die Seriemas im Westküstenpark St. Peter-Ording (Kreis Nordfriesland) haben späten Nachwuchs bekommen.

Das Küken kam vor einigen Tagen in einem Nest in vier Metern Höhe zur Welt, wie Parkleiter Peter Marke sagte. Die Eltern hätten zu spät mit der Brut begonnen. Doch jetzt im Herbst seien die Nächte zu lang und zu kalt, um das Vogel-Baby optimal zu versorgen. „In der freien Natur hätte es kaum eine Chance.“ Daher werde es mit der Hand aufgezogen.

Seriemas gelten als die letzten Verwandten des vor 18.000 Jahren ausgestorbenen „Terrorvogels“ (Phorusrhacidae). Sie werden oft als „lebende Fossile“ bezeichnet. Sie leben in trockenen Savannen Südamerikas, sind schlechte Flieger und klettern selbst zum Übernachten am liebsten zu Fuß in Bäume.

In ihrer Heimat werden handzahme Seriemas von den Menschen gerne als „Wächter“ eingesetzt: Wenn sich Raubtiere oder Unbekannte nähern, warnen die Vögel mit lauten Rufen vor den Ankömmlingen.

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