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Hattstedter Pläne : Tempo 30 und Kreisel für B5 im Gespräch

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Da der Neubau der Bundesstraße 5 von Hattstedt nach Bredstedt in weite Ferne gerückt zu sein scheint, haben die Hattstedter nun andere Pläne: Auf der B5 soll ein Kreisverkehr entstehen und nachts ein Tempo-Limit gelten.

Die Weichen der Verkehrsplanung sind gestellt. Die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses von Hattstedt sprachen sich in ihrer Sitzung für einen Antrag auf eine Tempobegrenzung nachts auf der Bundesstraße 5 aus. Sie fordern Tempo 30. Den Tipp hatte Bürgermeister Ralf Heßmann von der Verkehrsaufsichtsbehörde beim Kreis Nordfriesland erhalten. „Wir können den Antrag im Rahmen des EU-Lärmaktionsplanes stellen“, so der Gemeinde-Chef. Fakt sei ja, dass die B 5 – und damit die Anwohner – gerade nachts unter dem Lärm des Schwerlastverkehrs leiden würden. Durch sogenannte Maut-Umfahrer nimmt dieser im Ort zu. Eine Umgehung ist laut Heßmann in weite Ferne gerückt. „Der Landrat spricht von zehn Jahren“, nannte der Bürgermeister am Mittwoch, 3. Februar, konkrete Zahlen. Die Gemeinde könne auch keine Lärmschutzdämme errichten, da es ihr nicht zustehe. Jedoch kann Hattstedt einen Vorschlag machen, eine sogenannte Zone-30 einzurichten. Die Gemeinde hat eigene Messwerte gesammelt. In Spitzenzeiten wie den Ferien oder Pfingsten seien es täglich etwa 60  000 Fahrezeuge. „Die Zahl hat sich verdoppelt“, verdeutlicht Ralf Heßmann die subjektive Wahrnehmung der Betroffenen. Die Hattstedter haben gelernt, mit der B  5 zu leben. Ferenr will das Gemeindeoberhaupt mit dem Landesminister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie, Reinhard Meyer, sprechen, um einen Kreisel zu errichten. Ein Kreisverkehr existiert in der Planung. „Wir können morgen anfangen“, sagt Heßmann, „und ich möchte jetzt einen Kreisel.“

Die Ausschuss-Mitglieder votierten zudem für die überfällige Sanierung des Quanteweges. Die marode Straße soll wie vor zwei Jahren der Amtsweg saniert werden. Zeitnah soll das geschehen. Darüber waren sich die Bauausschuss-Mitglieder einig. Erleichtert waren nicht nur sie, sondern auch die zahlreich erschienenen Anlieger, dass die Straße nicht ausgebaut, sondern lediglich von Grund auf erneuert werden muss. So entfallen die befürchteten Beiträge für die Anlieger. „Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Belastungs- und damit Tragfähigkeit gegeben ist. Es sieht gut aus“, erklärte der Planer, Diplom-Ingenieur Reimer Ivers aus Husum. Die alte Teerdecke muss abgefräst und neu aufgebaut sowie auf dieselbe Höhe gebracht werden. Laut Vorschlag des Experten soll die Fahrbahnbreite 4,20 Meter betragen. Damit zwei Autos im Gegenverkehr nicht ausweichen müssen, sondern einander passieren können. Um das Abfließen des Regenwassers zu gewährleisten soll ein Straßenbord mit Wasserführung eingebaut werden.

Das Gremium beauftragte den Fachmann, die voraussichtlichen Investitionskosten festzustellen. Der Zeitplan wurde ebenfalls abgestimmt. So will Ivers in der nächsten Bauausschuss-Sitzung am 19. März um 19.30 Uhr mit vorheriger Einwohnerversammlung ab 18.30 Uhr seine Planungen inklusive Kosten vorstellen. Sollte das Gremium dafür stimmen, könnte der Gemeinderat am 9. April auch dafür votieren. Dann könnten sofort die Ausschreibungen erfolgen. Die Ergebnisse würden, so der Planer, spätestens Mitte Mai vorliegen. Nach Absegnung des günstigsten Anbieters wäre dann Anfang Juni Baubeginn. Bereits vorher wird der Wasserverband Treene mit dem Ersetzen der Wasserleitungen beginnen. „Alles wird Hand in Hand in Absprache passieren. Die Bauunternehmen werden sich auch individuell mit den Anliegern wegen der Absperrungen verständigen“, versprach Ivers.

Weiter empfahlen die Bauausschuss-Mitglieder, eine noch fehlende Dränage am Vereinsheim des TSV Hattstedt zu installieren. Geplant sind Eigenleistungen, ebenso für die Anpflanzungen vor dem Eingangsbereich und an den Seiten mit einer Rotbuchen-Hecke sowie Eiben. Dafür würden Anschaffungskosten von rund netto 1000 Euro anfallen.

Auch dem Einbau eines Photovoltaik-Datenbloggers stimmte das Gremium zu. Laut Ausschuss-Vorsitzenden Rolf Stechmann werden dafür Kosten von brutto 478 Euro anfallen. „Ich finde, jeder sollte registrieren, was verbraucht wird“, so sein Statement. Das werde auf dem Gerät elektronisch sichtbar gemacht.










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erstellt am 05.Feb.2015 | 09:30 Uhr

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