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Husumer Nachrichten

23. Oktober 2017 | 07:23 Uhr

Tausende Segler ausgebildet

vom

Segelclub Friedrichstadt feiert 50-jähriges Bestehen / Morgen Tag der offenen Tür an der Treene

shz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

Friedrichstadt | Wenn auf der Treene in Friedrichstadt bei schöner Brise ein Segelboot vorbeizieht, träumen nicht nur viele Touristen, sondern auch Einheimische davon, einmal selbst mit einem solchen Boot unterwegs zu sein. Dies muss kein Traum bleiben, denn Segeln hat sich mittlerweile vom elitären Sport der Reichen zu einem echten Volkssport entwickelt. Und wer einmal auf der Treene unter vollen Segeln dahingleiten will, der sollte morgen den Friedrichstädter Segelclub besuchen. Da der Verein 50 Jahre alt wird, veranstaltet er nämlich von 14 bis 20 Uhr einen Tag der offenen Tür - und die Mitglieder haben beschlossen, dass sie an diesem Tag möglichst vielen Interessenten das Mitsegeln auf einigen ihrer Boote ermöglichen wollen - wenn das Wetter mitspielt.

Der Verein hat gegenwärtig 125 Mitglieder, darunter 25 Jugendliche. Er ist weit über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus bekannt, denn auf dem so genannten toten Arm der Treene wurden im Laufe der Jahre tausende von Jugendlichen zu Seglern ausgebildet. Der Segelclub veranstaltet nämlich bereits seit 42 Jahren ein sommerliches Optimistenlager. Dazu sind nicht extrem zuversichtliche Menschen eingeladen, sondern die Segler dieser kleinen Bootsklasse. Und immer in der letzten Woche der großen Ferien wird auf der Treene geübt. Wenden und Halsen sitzen nach dieser Woche. Erst vor wenigen Wochen endete das Opti-Lager 2013, an dem sich 69 Kinder und Jugendliche beteiligt haben - es gab auch schon Veranstaltungen mit gut 100 Teilnehmern. Viel Einsatz ist von den Vereinsmitgliedern gefordert, denn sie leisten viele Stunden ehrenamtliche Arbeit, um den Nachwuchs zu schulen.

Man muss kein Optimist sein, um sich einem Optimisten anzuvertrauen. Schließlich wird die kleine Jolle bereits seit Ende der 1940er Jahre gebaut. Er ist sehr einfach zu handhaben und dient Kindern als Einstiegsklasse in den Segel- und Regattasport. Mit geschätzt einer halben Million Boote dürfte der Opti zudem weltweit das wohl am häufigsten gebaute Klassenboot sein.

Ursprünglich wurde die kleine Jolle aus fünf Sperrholzbrettern hergestellt. Zwar sind auch heute noch viele selbstgebaute Holz-Optis im Einsatz, doch der größte Teil besteht mittlerweile aus GFK (Glasfaser). Eigentlich ist es egal, aus welchem Material die kleinen Boote gebaut sind, um optimal zu laufen, müssen sie nur richtig gesegelt werden.

Stolz sind die Mitglieder daher auf ihren Klub, denn eine so breit gefächerte Jugendarbeit bieten sonst nur die ganz großen Vereine an. Sie wollen daher der Öffentlichkeit die Gelegenheit bieten, den Verein, seine Mitglieder, seine Boote, seine Aktivitäten und das Segeln in Theorie und Praxis näher kennen zu lernen. Für Fragen rund ums Segeln stehen die Mitglieder zur Verfügung. Doch nicht jeder Gast muss mitsegeln oder versuchen, sich Fachbegriffe wie Freibord, Vorstag, Achterliek oder Pinne zu merken. Die Gäste können auch einfach die heimelige Atmosphäre des Clubs bei Kaffee und Kuchen, später beim Grillen, und beim Betrachten von Filmen und Bildern aus der Vereinsgeschichte genießen. Wem die Glücksgöttin gewogen ist, der kann zudem eine vierwöchige Trainingseinheit in einem Opti für sein Kind oder Enkelkind gewinnen. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.scfr.de.‎

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