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Husumer Nachrichten

24. November 2017 | 16:16 Uhr

Tating : Tating arbeitet an Mobilfunk-Lösung

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Funkmast-Standort wurde vom Kreis abgelehnt, nun ist einer im Norden Tatings im Gespräch. Die Mobilfunk-Versorgung ist in der Gemeinde ausgesprochen schlecht.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2017 | 12:00 Uhr

Mit einer Schweigeminute für Conrad Klützke begann die Gemeindevertreter-Sitzung von Tating. Bürgermeister Hans Jacob Peters erinnerte an die vielen Ehrenämter des Gemeindevertreters und würdigte dessen großes Engagement für Tating und seine Bürger. Conrad Klützke war am 4. Juli gestorben.

Im Anschluss wurde dessen Sohn Marten Klützke als sein Nachfolger in die Gemeindevertretung aufgenommen. Die CDU hatte das Vorschlagsrecht gehabt. Alke Cornils-Hecke wird den Platz des Verstorbenen sowohl in den Ausschüssen als auch als stellvertretende Vorsitzende des Haupt- und Finanzausschusses einnehmen. Sie wurde einstimmig gewählt.

Bereits in der Einwohnerfragestunde kam das Thema Mobilfunknetz auf: Mehrere Bürger beschwerten sich über den schlechten, teilweise fehlenden Empfang in der Region. Manchmal falle das Festnetz aus, da sei man auf das Handy angewiesen. Gerade im Notfall könne es um Leben und Tod gehen. In seinem Bericht ging der Bürgermeister auf die diesbezüglich geführten Gespräche mit der Telekom ein. Für einen geplanten Mobilfunk-Mast hatte man sich auf einen Standort im Süden Tatings hinter dem Geest-Graben geeinigt und diesen beim Kreis angemeldet. „Natur- und Denkmalschutz haben jedoch Bedenken geäußert“, berichtet Peters. „Wir haben nun einen neuen Standort im Norden bei Lokert vor den Windrädern gewählt, dort wäre der Mast halbwegs verdeckt“, so Peters. Die Gemeinde wartet nun auf Rückmeldung der Telekom.

Neuigkeiten hatte der Bürgermeister bezüglich der geplanten Umgehungsstraße im Zuge der B 202. Es hat eine Rückmeldung des Wirtschaftsministers gegeben. „Frau Dr. Merkel hat recht, wenn sie einen zügigen Bau der Ortsumgehung Tating fordert, und ich kann Ihnen versichern, dass auch ich mich dafür einsetze“, versicherte der Minister Dr. Bern Buchholz in diesem Schreiben. Zum aktuellen Stand könne er leider nur sagen, dass derzeit noch die landschaftspflegerischen Unterlagen fertiggestellt werden. Voraussichtlich könnten im Frühjahr 2018 die Planänderungsunterlagen der Planfeststellungsbehörde vorgelegt werden.

Auch der geplante Solarpark Heisternest war Thema. Der Planungsausschuss empfiehlt der Gemeinde, ihn an seiner nördlichen Seite eingrünen zu lassen, sodass dieser von der B202 nicht zu sehen ist. Die Gemeindevertretung ist der Empfehlung einstimmig gefolgt.

Im Sommer gab es am 13. Juni und am 16. August Geschwindigkeitskontrollen in Tating. An den Tagen wurden insgesamt 5926 beziehungsweise 6024 Autos gezählt. In der Hochzeit fuhren 472 beziehungsweise 487 Autos in der Stunde durch den Ort. „Dabei wurde eine maximale Geschwindigkeit von 103 Kilometer pro Stunde gemessen“, gab Peters zu Protokoll. Es wurde angeregt feste Geschwindigkeitsmesser jeweils auf beiden Seiten der Ortsschilder anzubringen.

In der Mehrzweckhalle soll die Küche erneuert werden. Bevor eine neue Einrichtung gekauft wird, soll ein kleiner Ausschuss nach St. Peter-Ording fahren, um dort neuwertige Küchen in Ferienwohnungen anzuschauen, die abgerissen werden sollen.

Es wurde beobachtet, dass auch Müllwagen, die in Tating keinen Müll abholen, durch den Ort fahren. Die Genehmigungen der Fahrzeuge sollen geprüft werden.

Es ist Mitte Oktober und schon werden Pläne für die Weihnachtszeit gemacht. „Die Gemeinde hat angeregt, die Beleuchtung weihnachtlicher und heller zu gestalten“, erklärt Peters. Dafür wurde ein Team zusammengestellt, das fünf neue Sterne bauen will. Drei weitere Sterne befinden sich bereits in Privathand. Alle acht sollen dann an den Lichtmasten befestigt und mithilfe von Steckdosen zum Leuchten gebracht werden. Insgesamt soll die Aktion etwa 1500 Euro kosten.

Auch in diesem Jahr will die Gemeinde wieder ältere Bürger in der Weihnachtszeit besuchen. Allerdings wurde der Antrag gestellt, die Altersgrenze der Senioren von 75 auf 80 zu erhöhen. Der Grund: Auf der einen Seite steigt die Anzahl der älteren Menschen, auf der anderen fehlen Helfer, die die Besuche machen. Die Gemeindevertreter waren sich einig, die Zeit für die Besuche sei das Problem, nicht das Geld. Der Antrag wurde mit sechs zu fünf Stimmen genehmigt.

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