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Husumer Hafentage : Tanzendes Schiffs-Quintett bei Windstärke vier

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Kutter-Korso ist so beliebt wie eh und je und aus dem Programm der Husumer Hafentage nicht wegzudenken. Auch der Seenotrettungskreuzer „Eiswette“ fuhr mit hinaus.

Hafentage ohne Kutter-Korso? Fast undenkbar! Und so nutzten viele Einheimische und Gäste auch diesmal die Gelegenheit, auf einem der fünf beteiligten Fischkutter mit hinauszufahren. Kapitän Nico Sklorz von der „Anika“ hatte gut 50 Landratten mit an Bord. Bei auffrischendem Wind und etwa vier Windstärken gab es aber noch keine Seekranken zu beklagen. Gleichwohl hielt sich so manch einer vorsorglich irgendwo fest.

Direkt nach der Bekanntgabe der Sieger im Tauziehen legten die Boote am Außenhafen ab, tuckerten vorbei an den Silos und den Schuten, die der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz unter anderem für den Lahnungsbau einsetzt. Der Schleusenwärter gewährte freie Fahrt, und schon winkten die ersten Dockkoog-Besucher den bis in die Toppen geflaggten Fischkuttern zu. Weiter ging es hinaus auf die Nordsee. An Steuerbord – also rechts – die Badestelle, wo viele noch einmal die Temperatur des Nordseewassers prüften. Die Gäste auf den Kuttern versorgten sich derweil mit Getränken und selbstgebackenem Kuchen, die von der Fischerfamilie bereitgestellt und dankend angenommen wurden. Die frische, aber warme Brise machte hungrig, doch vor allem durstig. Draußen auf See kurz vor Nordstrand kreuzten die Schiffe, als tanzten sie Ballett. Dazu gesellte sich der Seenotrettungskreuzer „Eiswette“, der ganz nebenher immer mal wieder demonstrierte, was er er so „unter der Haube“ hatte. Seine Bugwellen reichten aus, um die Kutter tanzen zu lassen und echten Seegang zu simulieren. Etliche salzige Wassertropfen hüpften über die Bordwand. Die „Eiswette“ verfügt zudem über eine Wasserkanone. Sicher war es reiner Zufall, dass ein Kutter durch den Wasserstrahl fuhr und einige Mitreisende nasser nach Hause kamen, als sie an Bord gegangen waren.

Rund zwei Stunden dauerte die Fahrt, bevor die Schleusen-Aufsicht funkte: „Ich lasse euch jetzt noch alle rein und dann die ,Hannes Glogner‘ raus.“ Fahrgästen und Schiffsbesatzung machen diese Fahrten außer der Reihe immer wieder sichtlich Spaß. Und der Kapitän hatte jede Menge Besucher auf der Brücke, denen er zeigte, was sein Schiff an Technik und sonst noch zu bieten hat.

Der Kutter-Korso ist eine für alle angenehme Abwechslung von der Tagesroutine, aber keine Selbstverständlichkeit. Die Sicherheitsauflagen für die teilnehmenden Schiffe sind hoch. Die Gäste müssen geschützt mitfahren können, die Fanggeschirre eigens abgebaut werden, und die Kosten für den Diesel sind auch nicht ohne. Ein Glück, dass so mancher Gast nicht mit seiner Spende geizte, denn eine solche Fahrt bekommt man schließlich nicht alle Tage geboten.

Nachdem das Schiff wieder am Kai festgemacht war, machte sich ein bisschen Ratlosigkeit unter den Anwesenden breit, denn einen Übergang vom Schiff zum Kai gab es nicht. Die Verwirrung der Passagiere war aber nur von kurzer Dauer: Die „Anika“ hatte nur ein bisschen weit vorn am Kai festgemacht – und deswegen musste die Gangway erst noch herbeigeschafft werden.

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