zur Navigation springen

Junior-Akademie : Talentförderung mit Meeresblick

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

In St. Peter-Ording wird seit zehn Jahren die Junior-Akademie für begabte Schüler ausgerichtet. Die Jugendlichen stellten sich vielfältigen anspruchsvollen Aufgaben.

Ein Erdbeben-Dämpfer, eine Hauskuppel und mehr als einen Meter hohe Türme aus Spaghetti – diese faszinierenden Gebilde präsentierten die St. Peteraner Schüler Bennett Wetters und Louis von Bergen in der Utholmhalle in St. Peter-Ording an ihrem Stand. Die beiden gehörten zu mehr als 100 Jugendlichen aus Schleswig-Holstein und Hamburg, die an der Junior-Akademie, die zum 10. Mal in St. Peter-Ording stattfand, teilgenommen hatten. Der 14-tägige Kursus dient der Förderung begabter Schüler der Sekundarstufe I. In Schleswig-Holstein wird er nur noch in Bad Segeberg angeboten. Organisator ist Bildung & Begabung, eine Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, maßgeblich gefördert vom Bundesforschungsministerium. Schirmherr ist der Bundespräsident. „Die Junior-Akademie ist das Flaggschiff der Begabtenförderung in Schleswig-Holstein und Hamburg“, erläuterte deren Leiter Konny Neumann. Zusammen lernen, forschen und Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen verbessern, lautet dabei das Motto.

Unter dem Leitthema „Zukunft – Wege – Irrwege“ erarbeiteten die Jungen und Mädchen in acht Kursen beeindruckende Werke zu den Themen: „Maschinenbau – 3D-Druck“, „Fotografie und Kreatives Schreiben“, „Land am Meer – gefährdete Naturschönheit“, „Physik – Auf dem Weg in den Weltraum – Die Zukunft der Menschheit?“, „Ökonomie, Ökologie und Politik – Die Idee der Allmende – Eine Zukunftsvision für den pfleglichen Umgang mit der Nordsee“, „Synthetische Biologie – Zukunft oder Irrweg“, „Erklärvideos trickreich gestalten – Videoproduktionen mit dem iPad“, „Die Sprache der Musik –Musik in der Sprache“ sowie „Psychologie – Wege und Irrwege in die Zukunft“. Während der dreistündigen Abschlussveranstaltung in der Utholmhalle konnten sich die Gäste von der Begabung der jungen Menschen überzeugen.

Bei der Jubiläumsveranstaltung gaben die Organisatoren im Rahmen einer Podiumsdiskussion ein neues Ziel bekannt. Neumann: „Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, in der nächsten Dekade die Lernformate, die in der Akademie seit Jahren erfolgreich erprobt werden, in Formate zu überführen, die im Schulalltag eingesetzt werden können.“

Zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Diskussion, die Antje Kalinowski moderierte, gehörten: Staatssekretär Dirk Loßack (Kiel), Staatsrat Dr. Michael Voges (Hamburg), Birgit Rapior, Pressesprecherin der Investitionsbank Schleswig-Holstein, Akademieleiter Konny G. Neumann sowie Teilnehmer der Junior-Akademie. Loßack brachte dabei die individuelle Förderung Begabter ins Gespräch. „Hierfür müssen mehr Angebote geschaffen werden.“ Auch er sprach sich dafür aus, die bestehenden Lernformate in den Schulen zu überprüfen. „Sie müssen von den Ergebnissen der Junior-Akademie profitieren können.“ Gleichzeitig wies er darauf hin, dass den Lehrern etwas an die Hand gegeben werden muss, um die Schüler auch außerhalb der Junior-Akademie zu fördern. Auch Voges Diskussionsbeitrag ging in diese Richtung. „Es ist an der Zeit, die Schulen mit der Junior-Akademie zu verbinden.“ Dabei sparte er nicht mit Lob. „Zehn Jahre Junior-Akademie sind eine gewaltige Leistung.“ Viele Schüler hätten einen wichtigen Impuls zum Weiterkommen erhalten. Das dem so ist, bestätigte Neumann. „Wir konnten feststellen, dass die Teilnehmer motivierter sind und sich als Leistungsträger in der Schule hervorheben.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen