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Service für Senioren : Tagespflege startet Anfang März

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Rund 500. 000 Euro werden in Winnert in die Tagespflege, das neue Angebot der Diakoniestation, investiert. Zwei Kirchengemeinden und neun politische Gemeinden haben das Projekt gemeinsam auf die Beine gestellt.

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erstellt am 13.Feb.2014 | 13:30 Uhr

Der Kraftakt ist fast vollendet, am 3. März nimmt die Tagespflege der Diakoniestation Winnert ihre Arbeit auf. Neben Stationsleiterin Elisabeth Wendt stehen drei Pflegefachkräfte, eine Helferin und zwei Betreuungskräfte bereit, um den Senioren den Tag so angenehm und bequem wie möglich zu machen. Neun politische Gemeinden, nämlich Fresendelf, Hude, Süderhöft, Schwabstedt, Ramstedt, Wisch, Ostenfeld, Winnert und Wittbek, sowie die beiden Kirchengemeinden Ostenfeld und Schwabstedt betreiben die Station gemeinsam.

Handwerker verschiedener Gewerke wuseln gegenwärtig noch im und vor dem neuen Gebäude herum, schließlich soll der 420. 000 Euro teure Bau, der durch einen Kredit der Gemeinde Winnert finanziert wurde, rechtzeitig fertig sein. Auch müssen die rund 80. 000 Euro teuren Einrichtungsgegenstände, die von der Diakonie kommen, eingebaut, beziehungsweise eingeräumt werden. Schließlich soll sich die Bevölkerung am Sonnabend, 1. März, im Rahmen eines Tages der offenen Tür die neue Tagespflege ab 14.30 Uhr anschauen können, bevor dann am folgenden Montag der Betrieb anläuft.

Dabei handelt es sich um keinen Probebetrieb, wie Pastorin Annkatrin Kolbe und Stationsleiterin Elisabeth Wendt unterstreichen, auch wenn es noch freie Kapazitäten gibt. Genehmigt ist die Tagespflege für zwölf Personen, allerdings ist sie nicht an allen fünf Werktagen von 8 bis 16 Uhr voll ausgelastet. Das dürfte sich aber nach Einschätzung von Geschäftsführer Wolfgang Schäfer schon bald ändern.

Den Gästen stehen drei Ruheräume, ein Aufenthaltsraum und eine große Küche zur Verfügung. Zusätzlich gibt es noch ein Dienstzimmer und ein Büro. Der Tag startet in der Tagespflege mit einem gemeinsamen Frühstück, ehe den Nutzern allerlei Kurzweil, vom Spazierengehen bis zu Spielerunden, Zeitungslektüre, Gymnastik und Fernsehen angeboten wird. Das Mittagessen kommt aus dem Nachbarort Hollingstedt. Es werde bereits darüber nachgedacht, ob in Zukunft das Mittagessen auch für Senioren angeboten werden sollte, die das Angebot der Tagespflege nicht nutzen, dann aber täglich eine gesunde warme Mahlzeit erhalten würden. „Es gibt noch so viele Möglichkeiten, doch jetzt soll die normale Tagespflege erst einmal anlaufen“, sagt Elisabeth Wendt.

Vorrangig werden in Winnert natürlich Bewohner aus den beiden Kirchspielen aufgenommen, doch wenn die Belegung es zulässt, steht sie auch anderen Interessenten offen. Die Nutzer werden von einem behindertengerechten Kleinbus der Diakonie morgens abgeholt und am Nachmittag dann wieder nach Hause gefahren. Durch die Aufnahme an fünf Tagen in der Woche werden pflegende Angehörige erheblich entlastet, unterstreicht Pastorin Annkatrin Kolbe und stellt übereinstimmend mit Leiterin Elisabeth Wendt fest, dass in Zukunft durchaus auch eine siebentägige Öffnung nicht gänzlich ausgeschlossen werde. Doch dies sei noch Zukunftsmusik.

Die Pläne für eine Tagespflege, die der seit gut 20 Jahren bestehenden Diakoniestation angegliedert ist, bestehen schon länger. Doch erst im Januar vergangenen Jahres wurde es konkret. Im April wurde der Beschluss gefasst, im September der Grundstein gelegt und Ende Oktober Richtfest gefeiert. Informationen für Interessenten an einem Tagesplatz gibt es unter Telefon 04845/1061.

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