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Offene Gärten in Nordfriesland : Tag der botanischen Vielfalt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Naturfreunde dürfen sich freuen: Am Wochenende 18./19. Juni präsentieren sich im Kreis Nordfriesland 15 private Grünanlagen geneigten Besuchern in all ihrer Pracht.

shz.de von
erstellt am 14.Jun.2016 | 18:00 Uhr

Wie kaum eine andere kennt sich Gisela Twenhöven mit heimischen Pflanzen und Kräutern aus. Gerade Wildpflanzen in der freien Natur oder auch in Hausgärten leisten einen wichtigen Beitrag für den Artenschutz, weiß die Expertin. Zudem profitierten Wildbienen oder beispielsweise Schmetterlinge von botanischer Vielfalt. Umso bedauerlicher ist es, dass viele Pflanzenarten bereits vom Aussterben bedroht sind. Vor diesem Hintergrund ist es von besonderem Wert, dass es Leute wie Giesela Twenhöven gibt, die sich die Bewahrung seltener Arten „auf die Fahne geschrieben“ haben.

Twenhöven betreibt in Bohmstedt einen der wenigen Betriebe, die in Schleswig-Holstein Wildpflanzen aus regionaler Herkunft anbauen. Seit gut zehn Jahren sammelt sie Saatgut von heimischen Pflanzen, die sie anschließend auf einem Acker kultiviert. In Kooperation mit einer weiteren Firma werden die Wildpflanzen-Saaten schließlich verkauft.

Ein Eindruck vom Artenreichtum der Region lässt sich beim Wildpflanzentag gewinnen, zu dem Twenhöven gemeinsam mit dem Verein Natur und Kultur um den Stollberg einlädt. Am Sonnabend, 18. Juni, gibt die Agraringenieurin zu diesem Zweck ihre Anbauflächen in Bohmstedt (Norderende 22) zur Besichtigung frei. Ab 14 Uhr kann man die blühende Pracht bestaunen. Die etwa einstündige Führung endet mit einem kurzen Rundgang durch Twenhövens privaten Bauerngarten.

„In unserer Landschaft sind in den letzten Jahrzehnten blühende Flächen mit Wildblumen rar geworden“, sagt die Pflanzen-Expertin. „Artenreiche Wiesen wurden in ertragreiches Grünland umgewandelt. Äcker werden flächendeckend mit Herbiziden behandelt. Selbst Mohn und Kornblumen sind selten geworden.“ Das Naturschutzgesetz schreibe deshalb vor, dass nicht wirtschaftlich genutzte Flächen bei einer Neuanlage mit Wildblumen eingesät werden müssen. Dies ist einer von vielen Gründen, weshalb Gisela Twenhöven inzwischen mehr als 50 verschiedene Arten von Wildblumen anbaut.

Neben noch relativ häufigen Gewächsen wie den Roten und Weißen Lichtnelken kultiviert sie Pflanzen, die inzwischen in Schleswig-Holstein vom Aussterben bedroht sind. Dazu gehören Küchenschellen, Arnika und Wilde Schwarzwurzeln. Das Saatgut dieser Raritäten wird von der „Stiftung Naturschutz SH“ für die Aufwertung von Naturschutzgebieten verwendet.


Wer sich am Sonnabend, 18. Juni, ab 14 Uhr im Norderende 22 in Bohmstedt umsehen möchte, wird gebeten, sich per Mail an twenhoeven@gmx.de anzumelden.

 

 

Die weiteren offenen Gärten in Nordfriesland:

 

>  Christiane Silva Garbade: Kieckshof 4, Karolinenkoog, 18. und 19. Juni, 10 bis 18 Uhr, Telefon 04882/606828: 2,5 Hektar großer Garten an der Eider, gleich hinter dem Deich.

>  BUND-Garten Husum: Bellmannstraße, Kleingartenverein Ruhetal, 18. und 19. Juni, 14 bis 18 Uhr: 2000 m² großer Naturgarten (keine Hunde, Führungen nach Absprache möglich, für Rollstuhlfahrer geeignet).

>  Silke Mattke und Arno Erb: Süderbergweg 16, Husum-Schobüll, 18. und 19. Juni, 10 bis 17 Uhr: 3000 m² parkähnl. Garten (Hunde angeleint, Führungen nach Absprache).

>  Karin und Willi Volz: Regenpfeiferweg 4, Husum, 18. und 19. Juni, 10 bis 17 Uhr: Naturnaher Garten mit einheimischen Gewächsen (Hunde angeleint, Kaffee und Kuchen, Führungen nach Absprache).

>  NABU, Naturzentrum Katinger Watt:
Katingsiel 13, Tönning, 18. und 19. Juni,

11 bis 18 Uhr (Hunde angeleint, bedingt rollstuhlgängig).
>  Heidi Andresen: Norderdorf 15, Behrendorf, 18. und 19. Juni, 10 bis 18 Uhr: offener Garten auf 1750 m², eingefasst mit Friesenwall (Hunde angeleint, Kaffee und Kuchen).

>  Petra und Dieter Franke: Professor-Iwersen-Str. 18, Joldelund, 18. und 19. Juni, 10 bis 18 Uhr: 13  500 m² großer Garten (nicht rollstuhlgängig, Führungen für Gruppen nach Absprache mögl., Kaffee und Kuchen).

>  Monika und Helge Hansen: Süderweg 1, Ahrenviöl, 18. und 19. Juni, 10 bis 17 Uhr:
rund 1200 m² großer Garten (Hunde angeleint, Kaffee und Kuchen).

>  Marina Thurow: Hauptstraße 52, Ahrenviöl, 18. und 19. Juni, 10 bis 17 Uhr: 1200 m² großer Garten mit Teich und Bachlauf (keine Hunde, Führungen nach Absprache mögl.).

>  Linda und Volquart Hamkens: Reimersbude bei Witzwort, 18. und 19. Juni, 11 bis 18 Uhr: 4000 m² naturnah gestalteter Garten (keine Hunde, bedingt rollstuhlgängig, Führungen für Gruppen nach Absprache mögl.)

>  Karen und Hans-Leve Melfsen: Gottesgabener Weg 1, Galmsbüll, 18. und 19. Juni, 10 bis 17 Uhr: etwa 10  000 m² parkähnlicher Garten auf einer Warft (Hunde angeleint, nicht rollstuhlgängig).
>  Petra und Stephan Wiese: Osterbollhaus 3, Dagebüll-Waygaard, 18. und 19. Juni, 10 bis 18 Uhr (Führungen durch den „Heilungsraum-Garten“ um 13 und 15 Uhr): 1800 m² naturnaher Garten auf einer Großwarft (Hunde angeleint, Führungen für Gruppen nach Absprache möglich, Kaffee und Kuchen, nicht rollstuhlgängig).

>  Carla Kuster: Dorfstraße 62-64, Uphusum, 18. und 19. Juni, 10 bis 18 Uhr: etwa 2000 m² großer Bauerngarten (Hunde angeleint, Kaffee und Kuchen).

>  Jan und Nicole Denker: Cecilienkoog 7,
Reußenköge, Telefon 04671/931150,

info@gesundheitshofdenker.de – www.

gesundheitshofdenker.de: zwei Hektar großer parkähnlicher Garten, angelegt auf der Basis von Feng-Shui und Geomantie (Hunde angeleint, für Rollstuhlfahrer geeignet).

 

Weitere Einzelheiten im Internet unter: http://offenergarten.de/teilnehmer/

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