250 Meter Zaun aufgestellt : Täglich im Einsatz für Amphibien

Die ehrenamtlichen Tierschützer beim Bau des 250 Meter langen Krötenzauns.
Die ehrenamtlichen Tierschützer beim Bau des 250 Meter langen Krötenzauns.

Um wandernde Kröten zu schützen, wurde neben der K 134 in Wittbek ein Amphibienzaun aufgebaut. Die Tiere fallen in Plastikeimer und werden darin sicher über die Straße gebracht.

shz.de von
02. April 2015, 15:30 Uhr

Die K 134 wird von vielen Autofahrern zwischen Husum und Hollingstedt als Alternative zur stark befahrenen L 37 (Husum-Hollingstedt) genutzt. Die Strecke verläuft übersichtlich und fast schnurgerade. Doch nun werden Verkehrsteilnehmer um besondere Vorsicht und vor allen Dingen Rücksicht gebeten: Mitglieder und Unterstützer der „BUND-Ortsgruppe Schwabstedt und Umgebung“ haben jetzt einen Krötenzaun zum Schutz der wandernden Amphibien errichtet. Bereits im Vorjahr hatten die Aktivisten diese für die Tiere lebensrettende Berriere zwischen Ipernstedt und Wittbek errichte. „Mehr als 2000 Kröten fingen sich in den eingegrabenen Eimern und konnten dann sicher über die Straße gebracht werden“, sagt Steve Gröne von dem großen Erfolg zutiefst erfreut und berichtet: „Viele Amphibien – und dazu gehören Frösche, Kröten und Molche – sind genetisch so programmiert, dass sie in jedem Frühjahr zur Eiablage zu ihrem Geburtsgewässer streben. Wenn sie dabei die Straße überqueren müssen, bedeutet das sehr häufig den Tod, da sie auf dem warmen Asphalt gerne verharren und herannahende Autos nicht als Gefahr erkennen.“ Täglich zweimal wird am Krötenzaun kontrolliert. Dabei finden sich in den Eimern nicht nur Kröten, sondern auch Frösche und anderen Amphibien, die gezählt und dann auf der anderen Straßenseite in das Laichgewässer entlassen werden.

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