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Landtagswahl Schleswig-Holstein : Südtondern: Leichte Verluste für CDU

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Union gewinnt alle 43 Bezirke. AfD kommt in „Dagebüll 1“ auf 8,1 Prozent.

shz.de von
erstellt am 07.Mai.2017 | 18:30 Uhr

Wie zu erwarten, lag das erste Ergebnis der Landtagswahl im Amt Südtondern für Lexgaard vor, dem mit 45 Wahlberechtigten kleinsten Wahlbezirk, in dem es nur 32 Stimmen auszuzählen gab. In Süderlügum als größten Wahlbezirk hätten dagegen maximal 1872 Stimmberechtigte ab 16 Jahren wählen können, am Ende wurden 1172 gültige Stimmen gezählt.

Die CDU gewinnt zwar alle Bezirke und bleibt mit 33,6 Prozent stärkste Kraft im Amt, verliert aber leicht im Vergleich zu 2012 (36,2 Prozent). Die SPD legt dagegen mit 24,2 Prozent (22,7 Prozent) leicht zu. Ebenso wie die Grünen mit 12 Prozent (11,2 Prozent) und die FDP mit 9,5 Prozent (8,3 Prozent) Der SSW verliert mit 10,3 Prozent leicht im Vergleich zur vergangenen Landtagswahl (11,2 Prozent).

In Leck – dort kamen die Sozialdemokraten 2012 auf knapp 26 Prozent der Stimmen – liegt die SPD in den sieben Bezirken diesmal zwischen 17,1 und 27 Prozent. Die CDU, die damals 32,4 Prozent erreichte, erzielt Werte zwischen 29,4 und 40,2 Prozent. In den fünf Niebüller Bezirken liegt die CDU zwischen 30,8 und 33,8 Prozent (2012: 32,2 Prozent), die SPD erzielt Werte zwischen 24,7 und 30,4 Prozent (2012: 27,3 Prozent).

Erklärtes Ziel der bisherigen Landtags-Parteien war es, das die AfD die Fünf-Prozent-Hürde nicht nimmt und nicht in den Kieler Landtag einzieht. Im Wahlkreis Dagebüll 1 lag sie bei 8,1 Prozent. Einen Spitzenwert für die Grünen gab es in Ellhöft, die dort mit 23,8 Prozent hinter der CDU die zweitstärkste Partei sind. Die CDU erzielte mit 61 Prozent ihr bestes Ergebnis in Holm. Die SPD punktete im Wahlbezirk Niebüll 4 mit 30,4 Prozent am stärksten.

 Doch auch dort – wie in allen Wahlbezirken – hatte die CDU die Nase vorn. Die FDP erzielte in Karlum mit 15,6 Prozent ihr bestes Ergebnis. Der SSW konnte in Aventoft 22,2 Prozent der abgegebenen Stimmen gewinnen.

Im Amtsgebäude in Niebüll stand gestern Wahlleiter Lars Feddersen für Anfragen aus den 43 Wahllokalen zur Verfügung. „Und auch für Briefwähler, die aufgrund eines Notfalls erst am letzten Tag wählen konnten“, sagt Feddersen. Mit mehr als 3000 sei bei rund 32  000 Wahlberechtigten der Anteil der Briefwähler in diesem Jahr erstaunlich hoch gewesen.

Amtsvorsteher Peter Ewaldsen hofft, dass viele der jungen Erstwähler die Chance zur demokratischen Mitbestimmung genutzt haben. „Bei uns in Neukirchen war das so, viele junge Leute wurden aber natürlich von ihren Eltern mit zur Wahl genommen.“ War das freundliche Wetter ein Vor- oder ein Nachteil? „Das kann man so oder so sehen. Scheint die Sonne, sind alle am Strand. Regnet es, dann bleiben deswegen viele zu Hause“, sagte Peter Ewaldsen.

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