SüDtondern : Südtondern – ein Jahr in Zahlen

bride-1837148_1920
1 von 5

Ein Blick in die Statistik des Amtes verrät, was sich 2019 in den 30 Gemeinden getan hat.

Avatar_shz von
30. Januar 2020, 13:54 Uhr

Südtondern | Was sagt die Statistik? Wurden im vergangenen Jahr mehr Mädchen oder Jungen geboren? Sinkt oder steigt die Bevölkerungszahl? War das Jahr nur zu warm oder gab es noch ein anderes ungewöhnliches Wetterereignis? Die aktuellen Daten für das gesamte Jahr 2019 geben einen Überblick.

Geburten:

162 Jungen und 167 Mädchen vermeldet die Geburtenstatistik vom Amtsbezirk Südtondern – genau 10 Kinder mehr als 2018. Damit liegt die Zahl aus dem vergangen Jahr immer noch hinter den 351 Geburten aus 2017 zurück. Allerding wurden 2019 zum ersten Mal seit drei Jahren wieder mehr Mädchen als Jungen geboren - 218 Kinder davon in Flensburg und 88 in Husum. Über die anderen Geburtsorte konnte keine Auskunft gegeben werden.

Namen:

Welche Namen mögen die Südtonderaner?Auf Platz eins liegt 2019 für Mädchen der Name Lene, die friesische und skandinavische Kurzform der Namen Helene, Helena und Magdalena. Auf Platz zwei folgt der Name Lotta. Auch Lotta gilt als Kurzform für die Namen Charlotte und Lieselotte.

Den dritten Platz der beliebtesten Namen in Südtondern teilen sich Emma, Juna und Nele - Nele war bereits 2018 in der Rangliste des Amtsbezirkes zu finden. Die Liste der männlichen Vornamen führt Bosse an – wie auch Lotta ist es ein Name schwedischer Herkunft, der in den beliebten Kinderbüchern von Astrid Lindgren auftaucht.

Ebenfalls auf Platz eins ist der Name Paul, gefolgt von Fiete. Den dritten Platz teilen sich die Namen Piet und Till.

Zu- und Wegzüge:

1812 Zuzüge und 1409 Wegzüge vermeldet das Einwohnermeldeamt Südtonderns. Damit sind insgesamt nicht nur mehr Menschen nach Südtodern gezogen, als den Amtsbezirk verlassen haben. Es gab zudem mehr Zuzüge als 2018. Zum 31. Dezember hatte der Amtsbezirk 39.876 Menschen verzeichnet, die hier mit Hauptwohnsitz gemeldet sind.

Sterbefälle:

Mit 503 Sterbefällen verzeichnete das Amt Südtondern 3 weniger als im Jahr zuvor.

Eheschliessungen:

Fast konstant ist die Zahl der Eheschließungen in Südtondern: 200 Paare traten 2019 vor den Traualtar, 189 Paare waren es in 2018 und im Jahr 2017 gingen 198 Paare den Bund fürs Leben ein.

Eigenheime:

Der Bauboom in Südtondern dauert nach wie vor an, die Zahl liegt nur knapp unter der aus 2018: Für 194 Einzel-, Doppel- oder Mehrfamilienhäuser wurde 2019 eine Baugenehmigung beantragt. Die beliebtesten Orte für das Baugeschehen waren in dieser Reihenfolge: Niebüll, Leck, Dagebüll, Risum-Lindholm, Klanxbüll und Ladelund sowie Enge-Sande.

Hunde:

Hunde sind in Südtondern nach wie vor beliebt und die Zahl der treuen Begleiter ist weiter gestiegen: Zum 31. Dezember 2019 waren 3.846 Hunde beim Amt Südtondern registriert.

Wetter:

2019 war wiederum ein Jahr der Extreme: zu warm und später zu nass. Gerd Müller von der Niebüller Wetterstation hat Wetter für uns zusammengefasst.

Die Jahresdurchschnittstemperatur betrug 10,3 Grad, was der dritthöchste Wert seit Aufzeichnungsbeginn 2005 ist und der damit 2,1 Grad über dem 30-jährigen Mittelwert (1981-2010) lag. Allerdings resultierte die hohe Jahresdurchschnittstemperatur nicht aus einer großen Zahl von Sommertagen, sondern aus den teilweise extrem milden Nächten. Am 17. Februar 2019 erlebten wir die je in einem Februar gemessene Höchsttemperatur von 13 Grad. Alle Monate waren zu warm, mit einer Ausnahme: der Wonnemonat Mai war 0,3 Grad zu kalt. Richtig kalt wurde es im vergangenen Jahr nur kurz: Mitte Januar gab es für drei Tage Schnee mit einer Höhe von einem Zentimeter.

Die Sonne schien 1.775 Stunden und damit 11,6 Prozent mehr als der langjährige Durchschnittswert. Den ersten Sommertag hatten wir am 2. Juni mit 27,6 Grad, den ersten heißen Tag mit 31,3° Grad am 25. Juni. Im gesamten Jahr gab es insgesamt 24 Tage mit Maximumwerten von 25° und mehr.


Niederschläge waren ein großes Thema

Auch in 2019 war der Niederschlag ein großes Thema: Die Gesamtniederschlagsmenge mit 1.018,2 Millimeter war die dritthöchste seit 1995. Das Jahr begann feucht, aber ab April fielen nur geringe Niederschläge, so dass es wie schon in 2018 wieder zu extremer Trockenheit kam. Dies ließ sich an der Bodenfeuchte in verschiedenen Tiefen gut ablesen. Mitte Mai war der Boden in 10 Zentimetern Tiefe ausgetrocknet, Anfang Juli bereits in 50 cm Tiefe.

Im September setzte heftiger Regen ein mit der zweithöchsten Niederschlagsmenge seit Aufzeichnungsbeginn.

Auch die Monate Oktober und November waren sehr feucht. Von September bis November fielen insgesamt 452,8 mm, das entspricht über die Hälfte der Jahressumme. Somit endete die Dürre schlagartig.

Von großen Stürmen blieben wir 2019 verschont. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde am 15. Dezember mit 80,5 km/h registriert, das entspricht Windstärke 9. An diesem Tag gab es durch an der nordfriesischen Küste eine wider Erwarten höher auflaufende Sturmflut – in Dagebüll zwei Meter über dem mittleren Hochwasser.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen