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Besucheransturm auf Eiderstedt : Südkoreaner begeistert von St. Peter-Ording

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auch im Winter machen viele Kurzurlauber einen Abstecher nach Eiderstedt. Eine asiatische Familie besuchte erstmals den Strand von St. Peter-Ording.

Aus Südkorea stammt ein Elternpaar mit seinen sieben- und neunjährigen Söhnen, die sich am Wochenende zu einem Ausflug zum Übergang am Köhlbrand aufgemacht hatten.

Vergangenes Wochenende war Eiderstedt wieder einmal Reiseziel für viele Tagesgäste und Kurzurlauber. Schon am Freitag kamen viele Besucher und genossen das Wetter und die Ruhe. Auch Sonnabend war St. Peter nicht nur im Bad sehr gut besucht, sondern selbst in Ording konnte ein Ansturm von Gästen verzeichnet werden. Die Sonne hatte zwar langsam ihren Zenit erreicht, doch bis zum Eintritt der Dunkelheit flanierten überall noch unentwegt die Besucher. In Böhl hatte die Sonne die Menschen schon zur Mittagsstunde an den Deich gezogen.

Die asiatische Familie startete mittags erst in Hamburg. Der Vater ist Korvettenkapitän bei der südkoreanischen Marine und bildet sich seit einem halben Jahr an der Führungsakademie der Bundeswehr in der Hansestadt weiter. Noch weitere sechs Monate wird er mit seiner in Deutschland sein. Zunächst hatten der Offizier in der Nähe von Köln ein Jahr lang Deutsch gelernt. In Südkorea sind sie in Changwon zuhause. Seine Frau ist dort Lehrerin an einer Grundschule, die auch deren Kinder besuchen.

Mitarbeiterin Christine Wulf des Geschäfts von Boy Jöns auf der Buhne ist diese temporären Besucheranstürme gewohnt. Sie fragtdie Gäste dann und wann, woher sie kommen. Alle seien positiv gestimmt und genießen ihre Strandspaziergänge – auch noch am Spätnachmittag kurz vor Sonnenuntergang am Ordinger Strand beim Übergang Köhlbrand. „Wir kommen aus Flensburg und bleiben bis morgen“, antworten Tagesgäste. „Es ist einfach ein Superwetter“, beschreibt ein Paar aus Hamburg und Berlin ihre Freude, die aber etwas ob der geschlossenen Strandrestaurants getrübt wurde. Dass der Strand vor einigen Tagen noch voll überflutet gewesen war, erstaunte sie dann sichtlich. Sie hofften, noch ein Quartier zu finden.

Andere Touristen kamen vom Spülsaum und gingen just auf dem Steg von der Strandbar zum Parkplatz. „Wir kommen aus Friedrichskoog und gehen gleich essen“, gabe sie preis. Aus Eutin kam ein Ehepaar mit seiner dreijährigen Tochter, andere aus Bad Oeynhausen in Nordrhein-Westfalen. Auch aus Frankfurt im Bundesland Hessen stammten Herr und Hund, die nach Sonnenuntergang noch Richtung Strand gingen. Der Schnee sorgte für genügend Helligkeit.

Am Vormittag hatten die Südkoreaner im Internet gesurft. Sie waren auf der Suche nach einem Ausflugsziel an der Nordseeküste. Da die Wahl-Hamburger ihren Besuch an ein Restaurantbesuch geknüpft hatten, waren sie auf das Pfahlbaurestaurant Strandbar 54 Grad Nord gestoßen. So waren sie nach St. Peter-Ording und an den Strandabschnitt Köhlbrand gekommen. Dass das Pfahlbaurestaurant geschlossen war, hatte ihrer guten Laune keinen Abbruch getan. „Meine Frau und die Jungs sollten doch einmal die Nordsee gesehen haben“, erklärte der Südkoreaner. Jetzt wollten sie wieder nach Hamburg zurück.

Winterwetter und Stranderlebnis pur hatten sie wie alle anderen Besucher gehabt. Übrigens sollen Marktforschungsergebnissen einer Umfrage ergeben haben, dass Suchwörter im Internet einige Kriterien für St. Peter-Ording eng beiander liegen: Natur und Spazierengehen sind laut der Analyse als typisches Urlauberverhalten verbunden. Im Bad in St. Peter-Ording war daher auch den ganzen Tag über Hochbetrieb. Die Restaurationsbetriebe waren demnach mehr als gut besucht. Die Gäste mussten am Abend Wartezeiten in Kauf nehmen oder sich ein anderes Lokal suchen, wo aber ein ähnlicher Ansturm herrschte, wie die Gastronomen auf Nachfrage bestätigten. Sie freuen sich schon auf das nächste Wochenende.

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