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Akkuladen leicht gemacht : Strom-Tankstelle am Amtshaus

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auf vier Parkplätzen können Elektrofahrzeuge in Bredstedt vor dem Amtshaus ihre Akkus wieder aufladen. Mittlerweile gibt es im Kreis Nordfriesland 53 Stationen. Mehr als 160 Elektrofahrzeuge sind dort unterwegs.

Antriebslos? Akku leer? Die Amtsverwaltung Mittleres Nordfriesland hat die Lösung: Eine Stromtankstelle, die kostenlos jedem Elektrofahrzeug zur Verfügung steht. Mit inbegriffen sind natürlich auch E-Bikes, die an der Öko-Zapfsäule andocken können. Insgesamt stehen vier gut sichtbare Parkplätze bereit, um die Batterien der Fahrzeuge aufzuladen. Darüber hinaus umfasste das Projekt die Aufstellung von Hinweisschildern, die Interessierten den Weg zur Amtsverwaltung in der Theodor-Storm-Straße 2 aufzeigen. Gespeist wird die Stromtankstelle von der Fototovoltaikanlage, die sich auf dem Dach der ehemaligen Landwirtschaftsschule befindet.

Amtsvorsteher Hans-Jakob Paulsen freute sich, das die Umsetzung des Projektes zügig voran ging. „Regenerative Energien spielen bei uns im Amtsbereich schon lange eine große Rolle, und nun gehen wir wieder einen Schritt in Richtung Zukunft“, sagte er. Einstimmig hatte sich der Amtsausschuss seinerzeit für die Installation einer Stromtankstelle ausgesprochen – ein deutliches Zeichen, dass alle Gemeinden beim Thema Energiewende an einem Strang ziehen. „Wir möchten sowohl für die Bewohner, als auch für Urlauber ein sichtbares Zeichen setzen. Es gilt, die bundesweit geplante und gewünschte Energiewende nicht aus den Augen zu verlieren. Mit der Stromtankstelle tragen wir einen Teil zu ihrer Umsetzung bei“, so der Amtsvorsteher.

Um jedem Fahrzeug das Stromtanken zu ermöglichen, ist die Anlage des Amtes bestens gerüstet. Kunden des weit verbreiteten „Park & Charge“ finden ebenso eine Möglichkeit, wie jene, die sich keinem System angeschlossen haben. An Menschen mit Handicap wurde auch gedacht, wie Projektleiter Christoph Brockmann von der Bauabteilung erklärte. „Der Zugang ist barrierefrei.“ Kosten der Anlage: 3300 Euro, wobei sich die amtsfreie Gemeinde Reußenköge mit 1000 Euro beteiligte.

Zwei Mitarbeiter des Amtes, Gleichstellungsbeauftragte Christine Friedrichsen und EDV-Spezialist Michael Hasche, kommen derzeit in den Genuss der kostenlosen Tankstelle, denn sie nutzen Elektrofahrzeuge im Alltag. „Es ist ein tolles Fahrgefühl, alleine schon vom Gewissen her. Außerdem ist das Auto sehr leise und deshalb das Fahren eine Herausforderung“, schwärmt die Gleichstellungsbeauftragte, während Michael Hasche sich auch für die Technik mit „Tempomat, Rückfahrkamera und Navigation“ begeistern kann. In die Anlage wurde ein Leerrohr für ein Datenkabel installiert und das aus gutem Grund: „Per App kann man dann sehen, ob eine Steckdose frei ist oder nicht.“ Noch ist der Gedanke zwar Zukunftsmusik, aber: „Da wollen wir hin“, so der Projektleiter.

In Nordfriesland sind inzwischen mehr als 160 Elektrofahrzeuge auf den Straßen unterwegs, so Gunnar Thöle, Klimaschutzmanager vom Kreis Nordfriesland. Darunter auch mehr als 30 Leasingfahrzeuge mit fremden Kennzeichen, die aber in Nordfriesland im Einsatz sind. Sie alle können an 53 Stromtankstellen im Kreis Nordfriesland andocken, um Energie zu tanken. Der Kreis freue sich, dass sein Klimaschutzziel von Akteuren vor Ort in die Tat umgesetzt wird. „Wir sind auf Partner angewiesen, die Flächen und auch Geld für derartige Projekte zur Verfügung stellen“, sagte Gunnar Thöle. Sein Hinweis mit Blick auf die verschiedenen Steckertypen: „Im Internet gibt es unter Lemnet.org und GoingElectric.de alltagstaugliche Verzeichnisse rund um die Elektromobilität.“ Wer Besitzer eines Typ 2 Steckers sei, komme in der Regel an allen Stromtankstellen klar und wer ein älteres Automodell fahre, sei mit einem Adapter-Kabel gut beraten.

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