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Erfolgreiches Bürgerbegehren : Straßensperrung wird aufgehoben

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Gemeindevertretung Nordstrand beschließt, die Sackgasse Kiefhuck zu öffnen. Bislang sollte bis zum Bauende im Jahr 2016 gewartet werden. Ein Bürgerbegehren mit 282 Unterschriften führte zum Erfolg.

Volles Haus in der Engel-Mühle auf Nordstrand. Viele Zuhörer waren zur Gemeindevertreter-Sitzung gekommen. Der Tagesordnungspunkt Bürgerbegehren wegen Aufhebung der Straßensperrung am Norderhafen und Kiefhuck. Nach hitzigen Diskussionen entschied sich das Gremium als Kompromisslösung für eine Öffnung der Straße ab dem 1. September. Beibehalten wird wie bisher die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern sowie Gewichtsbegrenzung für Fahrzeuge von bis zu 3,5 Tonnen zulässigem Gesamtgewicht. „Das ist eine Sternstunde“, kommentierte der Nordstrander Norbert Empen. Ihm war es wie berichtet gelungen, 282 Unterschriften für die Aufhebung der Sperrung zu erlangen.

Das Durchfahrverbot war von der Gemeindevertretung wegen der Deichbaumaßnahmen verfügt worden. Nach Einrichtung einer Sackgasse gelangten nur noch die Anlieger zu ihren Häusern sowie Müllfahrzeuge mit Sondergenehmigung. Die Kommunalaufsicht des Kreises Nordfriesland hatte nach Prüfung das Bürgerbegehren zugelassen, so dass die Gemeindevertreter nun neu entscheiden mussten.

Zu einem emotionalen Schlagabtausch war es gleich zu Beginn gekommen, als Bürgermeister Werner-Peter Paulsen den Inhalt zweier aktueller Briefe von Anliegern der Straße bekannt gab. Sie forderten, es so zu lassen wie es ist, und regten die Einrichtung einer Einbahnstraße mit den üblichen Begrenzungen von Geschwindigkeit und Gewicht an. „Ich kann nur sagen, dass ich bei allen Anwohnern gewesen bin. Ich vertrete hier 282 Bürger, die die Öffnung mit Ziel 1. April wollen. Ich appelliere an Sie. Stimmen Sie zu“, erwiderte Empen.

Sollte der Gemeinderat das nicht tun, werde Empen eine Entscheidung im Auftrag der Einwohner ablehnen und es würde zur Bürgerabstimmung kommen. Das sei rechtens, das habe die Rücksprache mit dem Leitenden Verwaltungsbeamten des Amts Nordsee-Treene, Claus Röhe, ergeben. Seine Nachfragen bei den Behördenvertretern und dem Bauunternehmen hätten ergeben, dass wegen der Deichbaumaßnahme nicht hätte gesperrt werden müssen. Die Gaststätten Kiefhuck und direkt am Norderhafen seien so wirtschaftlich benachteiligt worden, weil der sonst übliche Durchgangsverkehr gestoppt worden sei. Hinweisschilder und mögliche Umleitungsanzeigen fehlten.

Der Gemeindechef konterte, dass der Wunsch von Seiten des Landesbetriebs für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz (LKN) gekommen sei, die Sperrung bis zum Abschluss der Deichbaumaßnahme aufrechtzuerhalten. Im übrigen bestehe seit 16 Jahren die Gewichtsbegrenzung. Viele hätten sie, ob Bus- oder Lastkraftwagenfahrer, nicht eingehalten. Nach einem Ortstermin mit Vertretern der Kreis-Verkehrsaufsicht, Polizei und des LKN sei in Anbetracht der Baumaßnahmen empfohlen worden, die Straße zu sperren. Dem sei der Gemeinderat gefolgt mit dem grundsätzlichen Willen, es bis zum Bauende 2016 so zu lassen. Gerade 2014 hätten die Bewohner hohe Belastungen aushalten müssen.

Zudem habe man sichergehen wollen, dass sich der aufgeschüttete Deich gesetzt habe und auch die Häuser von Schäden frei blieben. Er könne sich vorstellen, dass das Gremium als Kompromiss frühestens mit der Öffnung zum 1. September einverstanden sein würde. Nach weiteren Beiträgen Empens, von Gemeindevertreter und Bürgermeister stimmte das Gremium für den
1. September. Empen begrüßte, dass dank diesem Beschluss eine Bürgerentscheidung vermieden werden könne.












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