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Von Juni bis März 2016 : Straßenbeleuchtung wird umgestellt

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die 1,4 Millionen Euro teure Umrüstung von Husums Straßenlaternen auf LED-Technik soll bis spätestens März 2016 abgeschlossen sein und sich in sechs bis sieben Jahren amortisiert haben. Die Förderung beträgt 25 Prozent.

Gemeinhin werden sie – wie andere Alltagsgegenstände auch – immer erst dann wahrgenommen, wenn sie mal nicht funktionieren. Aber das passiert höchst selten, und wenn doch, ist meistens äußere Gewalteinwirkung im Spiel. Seit Jahrzehnten geleiten Husums Straßenlaternen Verkehrsteilnehmer zu Fuß und auf Rädern zuverlässig durch Nacht und Dunkelheit. Und das soll auch so bleiben. Doch selbst Bewährtes ist nicht frei von Veränderungen, und so werden die Leuchten des städtischen Straßenlaternennetzes bis zum Frühjahr 2016 von Quecksilber auf LED umgestellt. Ein entsprechendes Konzept der Tiefbauabteilung wurde im vergangenen Jahr politisch abgesegnet und sieht jetzt nach und nach seiner Umsetzung entgegen.

„Wir beschäftigen uns schon lange mit diesem Thema“, räumt Bürgermeister Uwe Schmitz beim Pressegespräch im Rathaus ein, „und wären gern schneller gewesen. Aber es hat nicht sollen sein.“ Das lag auch an den zuletzt recht eingeschränkten personellen Kapazitäten des Bauamtes und daran, „dass es immer Dinge gab, die vorgingen“, so Uwe Schmitz. Aber wie heißt es – leicht abgewandelt – gleich in Walter Kempowskis ,Tadellöser & Wolff‘: „Wer weiß, zu es gut war.“

„Tatsächlich sind wir die letzte Kommune, die in den Genuss einer Förderung durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit kommt“, berichtet der zuständige Mann im Bauamt, Klaus Lorenzen. Das seien immerhin 25 Prozent der förderfähigen Kosten für die Umrüstung. Damit sind die Ausgaben für das Austauschen der Leuchtkörper gemeint. Insgesamt gibt es in der städtischen Straßenbeleuchtung 3100 Leuchten, von denen, wenn alles nach Plan läuft, bis März 2016 rund 2600 ausgewechelt werden sollen. Das entspricht 84 Prozent aller Leuchten. Nach ihrer Form benannt, betrifft die Maßnahme 600 Pilz-, 150 Bogen- und 1.850 Kofferleuchten, wie Lorenzen vollständigkeitshalber erläutert.

Wie der Bürgermeister ist er zuversichtlich, dass der Zeitplan eingehalten werden kann. Grund: „Er war Teil der Ausschreibung“, so der Mann vom Bauamt. Loslegen werden die Auftragsfirmen Pohl GmbH & Co. KG aus Hohenwestedt und Gensmann Elektrotechnik aus dem rheinland-pfälzischen Weinähr im Juni. „Die Bestellungen sind raus“, sagt Lorenzen, und die beiden Unternehmen hätten das Ziel formuliert, die Gesamtmaßnahme noch in diesem Jahr zu Ende zu bringen. Dazu rücken sie mit nicht weniger als sechs Hubwagen an, die zum Teil zeitgleich im Einsatz sein werden.

Der späte Beginn könnte sich nach Lorenzens Berechnungen sogar als Vorteil erweisen, „da sich die Technik inzwischen zur Reife weiterentwickelt hat und die Leuchten zudem noch billiger geworden sind“. Kein unwesentlicher Aspekt bei einem Investitionsvolumen von 1,4 Millionen Euro. Das sollte sich nach sechs bis sieben Jahren allerdings amortisiert haben, wagen Schmitz und Lorenzen einen Blick in die Zukunft. Das liegt auch daran, dass die neuen LED-Leuchten nur noch 60 bis 80 Prozent ihrer Vorgängerinnen verbrauchen. Das entspricht einer jährlichen Stromeinsparung von annähernd einer Million Kilowattstunden und einer Reduzierung des jährlichen CO2-Ausstoßes um 500 Tonnen.

Und dann ist da noch etwas: „Die alten Leuchten müssen wir alle drei bis vier Jahre auswechseln, weil sie an Leuchtkraft verlieren“, erklärt Lorenzen. Die LED-Leuchten hielten nach jetzigem Stand hingegen 20 Jahre. Und dimmen kann man sie auch noch.“ Bisher wurde die Straßenbeleuchtung heruntergefahren, indem man eine der zwei Leuchten im Inneren ausschaltete.

Natürlich würden im Anschluss auch die letzten verbliebenen Quecksilberleuchten umgerüstet, kündigte Lorenzen an. Soweit der Zustand der dazugehörigen Masten noch in Ordnung sei, würden diese allerdings erst später ausgetaucht – möglichst in Verbindung mit anderen Tiefbauarbeiten.

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erstellt am 07.Apr.2015 | 16:00 Uhr

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