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Laienspielgruppe Goldebek : Strapaze für die Lachmuskeln

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

25. Aufführung der Laienspielgruppe Goldebek: Mit viel Spielfreude inszenierten die Darsteller die plattdeutsche Komödie in vier Akten „Wo geiht, Herr Dokter“.

Knisternde Spannung lag in der Luft: Erwartungsvoll harrten die Gäste im ausverkauften Dörpshuus auf den Start der 25. Aufführung der Laienspielgruppe Goldebek in Folge. Zu ihrem Jubiläum hieß es Vorhang auf für die plattdeutsche Komödie in vier Akten „Wo geiht, Herr Dokter“ von Stefan Taphorn. Mit Spielfreude gingen die Darsteller ans Werk. Mit dem etwas ruhigeren Possenspiel hatten die Theaterlüüd ins Schwarze getroffen. Da ging es um den Dorfarzt Dr. Manfred Hartmann (Holger Hansen), der traditionell seinen Jahresurlaub in der Karibik antreten wollte. Klatsch und Tratsch nahmen seinen Lauf. Ein Wort gab das nächste. Als sich der Doktor verletzte, musste es „Karibik ade“ heißen. Fast drohte ein Patienten-Aufstand. Was sollten sie nur machen, ohne ihren Doktor. Doch die Rettung kam in Person von Christas Nichte Daniela (Marina Andresen. Als Ärztin nahm sie das Zepter in die Hand und beeindruckte mit Behandlungsmethoden, die an „Spökenkram“ erinnerten. Ein weiteres Happy-End gab es zudem. Daniela wurde von ihrem Onkel zur Nachfolgerin gekürt. Der konnte völlig entspannt in den Urlaub fliegen. Langanhaltender Beifall signalisierte, dass das Stück gefallen hatte.

Wie immer hatten die Akteure der munteren Truppe gemeinsam ausgesucht und seit dem Sommer geübt. Als Proben-Bühne diente der Heuboden von Heiko Christiansen. „Ich war aufgeregt wie damals“, verriet Dörte Brummund und meinte damit den ersten Auftritt beim Erntefest 1991. Damals begann sie gemeinsam mit Brigitte und Holger Hansen das erste Kapitel der Erfolgsgeschichte zu schreiben. Den Stein hatten zuvor sechs Aktive aus dem Kartenclub Goldebek ins Rollen gebracht. Sie fragten das Trio, ob es sich die Aufführung eines Sketches zutrauen würde. Kurzerhand in die Tat umgesetzt, spornte sie der Erfolg an. Bald gesellten sich Heiko Christiansen, Karl-Heinz Schmidt und Tanja Petersen dazu. Zehn Jahre lang führten sie immer zum Erntefest einen Einakter auf. Inzwischen waren so viele Spielfreudige mit im Boot, dass sie sich im Jahr 2000 an den ersten Vier-Akter heranwagten.

Der Klassiker „Dat Hörrohr“ von Karl Bunje wurde ein voller Erfolg, so dass es fortan mit größeren Stücken weiterging. Einen Regisseur brauchten die Akteure noch nie. Sie besprachen und verteilten die Rollen gemeinsam und korrigierten sich bei den Proben.

Weitere Aufgaben besetzten im Jubiläums-Stück Gunhild Christiansen (Topusterin), Heiko Christiansen (Bühnenbild), Brigitte Hansen (Maske, Kostüme), Bühnenbild (Thorsten Lund), Licht- und Tontechnik (Andreas Ludolphi). Wiederholt wird die Komödie im Februar 2016 im Andersen-Haus in Klockries. Info unter Telefon 04673/236.

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