zur Navigation springen

Festprogramm in St. Peter-Ording : Strandräuber seit 150 Jahren

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Nach der Fusion des Männergesangvereins und des Shantychors gibt es zwei Geburtstage im Doppelpack. Gestartet wird mit einem musikalischen Nachmittagsprogramm im Dünenhus am Sonnabend, 2. Mai.

Wer kennt sie nicht, die singenden Botschafter von Seefahrt und Nordseeküste, die Akteure des Shantychores Die Strandräuber aus St. Peter-Ording. Am Sonnabend, 2. Mai, feiern sie ein Jubiläum im Doppelpack. Der Chor ging nämlich 1995 aus dem Männergesangverein hervor, der damals 130. Geburtstag feierte. Folglich kann auf 150 Jahre Männergesangverein und 20 Jahre Shantychor zurückgeblickt werden. „Wenn das kein Grund zum Feiern ist“, meint der Vorsitzende Ove Ketels. So wird es ein Festprogramm auf hohem Niveau geben. Gestartet wird um 13 Uhr mit einem musikalischen Nachmittagsprogramm im Dünenhus an der Strandpromenade. Bei schönem Wetter wird das Konzert auf der Open-Air-Bühne davor stattfinden. Den Auftakt machen die Musikerinnen und Musiker der Langenhagener Akkordeonfreunde 74 e.V.. „Wir haben die aus der Nähe von Hannover stammenden Musiker zufällig im Rahmen ihres Ausfluges nach St. Peter kennengelernt“, so Ketels. Ab 14 Uhr haben „Die Strandräuber“ ihr Heimspiel. Ab 14.45 Uhr werden die Herren des Männergesangvereins Harmonie Hattstedt die Bühne betreten, gefolgt von den „Shanty-Frauen und –Männern“ des Husumer Shanty-Chores. Gegen 17 Uhr wird der erste Teil zu Ende gehen, bevor um 18 Uhr ein Festkommers im Vereinslokal Olsdorfer Krug stattfindet. Nach den obligatorischen Grußworten der geladenen Gäste, dabei auch Nordfrieslands stellvertretender Landrat Jörg-Friedrich von Sobbe, oder die stellvertretende Tourismus-Direktorin, Constanze Höfinghoff, geht es mit humoristischen Einlagen – noch streng geheim – sowie einem Festessen weiter. Danach geben die Sänger des Shantychores Pellworm, die sich extra eine Sonderfähre gechartert haben, ein Geburtstagsständchen. Geselligkeit und Tanz bis in die Morgenstunden soll alles abrunden. Die Veranstaltungen sind öffentlich. Eintritt wird nicht erhoben. „Wir würden uns über viele Gäste freuen“, so der Vorsitzende. Derzeit sind 18 sanges- und musikbegeisterte Männer im Boot. Vor zwei Jahrzehnten hatten sich einige Mitglieder aus dem damaligen Männergesangverein mit Georg Lesch zusammengeschlossen. Fleißig übten sie und warben relativ schnell für ihr erstes Konzert als Shantychor. Das fand am 13. Juni 1995 im DRK-Heim „Goldener Schlüssel“ statt. Mittlerweile befindet sich die sechste CD in Produktion. Sie soll in der Festveranstaltung vorgestellt werden. „Darauf wird eine bunte Mischung aus klassischen Shanties, moderneren sowie Hamburger Liedern zu finden sein“, berichtet Ketels, der im April 2006 zum Vorsitzenden sowie musikalischen Leiter gewählt wurde. Gerhard Leider übernahm den Posten des Stellvertreters. Davor war der pensionierte Realschulrektor Wolfgang Klein 34 Jahre lang. Ausbilder und Chorleiter. Im Durchschnitt tritt der Chor 40 bis 50 Mal jährlich zu verschiedenen Anlässen auf. Hinzu kommen zwischen 30 und 40 Proben, jeweils wöchentlich dienstags ab 19.30 Uhr im Olsdorfer Krug. Gesungen wird meist vierstimmig. „Wer mitsingen möchte, ist willkommen, reinzuschnuppern“, so Ketels. Dieter Martensen ist es zu verdanken, dass eine DVD mit 240 Bildern aus Nordfriesland inklusive der Halligen, unterlegt mit Liedern des Chores, entstanden ist. Die Homepage www.shantychor-strandraeuber.de wird von Gerhard Honnens gepflegt. Mehr als 170  000 Klicks zeugen von großer Beliebtheit. Die Kontakte zu anderen Chören im Harz und in den Städten Hameln, Montabaur oder München werden aktiv gepflegt. Fernsehauftritte hat es reichlich gegeben, beispielsweise in der ZDF-Sendung „So schön ist unser Deutschland“ mit Margot Eskens, „Wunderschöner Norden“ mit Rüdiger Wolf, oder „Talk op Platt“. Im Rahmen der Deutschen Meisterschaften der Boßler auf Eiderstedt wurde die deutsche Nationalhymne gesungen. Ferner setzte bei der Veranstaltung zum 100-jährigen Jubiläum 1965 der Kieler Kammerchor besondere Akzente. Übrigens, Shanties sind Lieder von Matrosen, oft mit Soloparts und Kehrreim-Zeilen der Mannschaft. Sie halfen, die schwere Arbeit an Bord oder im Dock gemeinsam zu schaffen. Dabei spielte der Rhythmus eine große Rolle, wenn alle im gleichen Takt zupacken mussten.













zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen