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Husumer Nachrichten

21. November 2017 | 07:41 Uhr

Husum : Storm und Luther als Hauptdarsteller

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Auch Storms 200. Geburtstag und 500 Jahre Reformation sorgten für Schwerpunkte bei den Husumer Filmtagen. Die Volkshochschule als Veranstalter zeigt sich mit der Zuschauerresonanz zufrieden.

Die Volkshochschule als Veranstalter der Husumer Filmtage hat mit rund 1200 Besuchern einen leichten Rückgang im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen. „Mit diesem Ergebnis sind wir noch zufrieden, wir sehen aber Entwicklungspotenzial“, betonte der Direktor der Volkshochschule, Hans-Peter Schweger.

Es sei ein umfangreiches Programm mit vielen Schwerpunkten gewesen – dazu gehörten Theodor Storms 200. Geburtstag, 500 Jahre Reformation und eine Werkschau zu Ehren des Lübecker Schauspielers Gerhard Olschewski. Schweger: „Das alles neben den traditionellen Sparten ‚Schleswig-Holstein im Film‘ und ‚Neuer Deutscher Film‘.“

Insgesamt wurden 34 Filme und 13 Kurzfilme präsentiert. Der erste Höhepunkt war der Eröffnungsfilm, den der Kieler Filmemacher Wilfried Hauke mitgebracht hatte: „Emil Nolde – Maler und Mythos“, der aus Anlass des 150. Geburtstages des Künstlers in diesem Jahr fertiggestellt worden war.

220 Gäste wohnten dem Eröffnungsabend bei, an dem Gert Haack, der Filmreferent aus dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur dem Veranstalter viel Lob spendete. Ein weiterer Ehrengast war Monika Schindler, die als Schnittmeisterin in diesem Jahr den Bundesfilmpreis für ihr Lebenswerk erhalten hat. Am Beispiel des neuen Deutschen Films „Fremde Tochter“ vermittelte sie dem Publikum wichtige Aspekte aus der Arbeit einer Filmeditorin. Und die Husumer Jugendfilmgruppe „Tabu“ zeigte ihre aktuellen Kurzfilme.

Mit sieben Filmen wurde der Schauspieler Gerhard Olschewski gewürdigt. An zwei Tagen kam er zu jedem Film in das Kino-Center auf der Neustadt und unterhielt das Publikum mit kurzweiligen Anekdoten.

Ein Heimspiel hatte Martina Flucks Dokumentarfilm „Ludwig Nissen“ über den Husumer Auswanderer, der in der „Neuen Welt“ zu Reichtum gekommen war und seiner Heimatstadt Husum ein beträchtliches Stiftungsvermögen hinterlassen hatte.

„Guitar Heroes in Joldelund“, ein Film über das kultige Gitarrenfestival im Juke-Joint von Bäckermeister Gerd Lorenzen in dörflicher Atmosphäre, gedreht von Jan Ö. Meier, sorgte ebenfalls für einen vollen Kinosaal.

Ein weiterer Höhepunkt war der Film „Der Schimmelreiter“ von Alfred Weidenmann aus dem Jahr 1978, der damals in Husum uraufgeführt wurde. Den aufschlussreichen Vortrag über alle Schimmelreiter-Verfilmungen hielt der Flensburger Literatur- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Martin Nies.

Das Thema „Unsere Dorfschule“ lockte viele Interessierte ins Kino, um am Beispiel von drei Grundschulen die Bedeutung der Schule für das kulturelle Leben in einer Dorfgemeinschaft zu beschreiben. Stephan Richter, der ehemalige Chefredakteur des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages (sh:z), moderierte das Gespräch mit den Filmemachern Gabriele Kob und Hanno Hart sowie mit den Protagonisten, den Schulleiterinnen.

In der Reihe „Neuer Deutscher Film“ waren die Filme „Sommerfest“ von Sönke Wortmann und „Reise mit Vater“ am besten besucht. Nach dem Film „Back for Good“ sprach die Regisseurin Mia Spengler direkt mit dem Publikum.

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