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Neue Biografie : Storm in seiner kompaktesten Form

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Jochen Missfeldt und Christian Demandt haben für den AB Fischer Verlag eine kleine Biografie über den Dichter und seine Zeit in Husum geschrieben.

Jochen Missfeldt und Christian Demandt haben eine neue kleine Storm-Biografie geschrieben. Die erscheint in der Reihe „Menschen und Orte“ beim AB Fischer Verlag und ist ab sofort im Buchhandel zu haben ist. Im Interview spricht der Sekretär der Storm-Gesellschaft, Christian Demandt, unter anderem darüber, warum es für ihn gar nicht genug Material über den Dichter geben kann.

 

 

Noch eine Storm-Biografie. Gibt es nicht schon genug?


Es geht bei uns um „Storm in Husum“, wir erzählen seine Geschichte von diesem Lebensort her. Auch formal gibt die Reihe „Menschen und Orte“ einen exakten Rahmen vor: 32 Seiten mit 42 Abbildungen, flankiert von Zitaten in den Randspalten. So wurde Storms Husumer Lebensphase noch nie erzählt. Übrigens ist bei uns auch erstmals ein Bild des Hotels abgedruckt, in dem Storm und Constanze ihre Hochzeitsnacht verbrachten.

 


Was ist darüber hinaus das Besondere an diesem Buch?


Jede Biografie eröffnet einen eigenen Blickwinkel. Für unser Heft gilt das sehr buchstäblich: Es funktioniert nur, wenn die Anordnung von Text, Bildern und Zitaten sehr genau durchdacht ist. Bei den Bildern wiederum werden Archivaufnahmen mit aktuellen Fotografien von Angelika Fischer kombiniert, die mit einer analogen Hasselblad 6  x  6 Zentimeter aufgenommen wurden. Im Lichte dieser Schwarzweiß-Fotografien erwachen die Orte und Gegenstände zu einem faszinierenden Eigenleben.
 

 

Nun hat Ihr Co-Autor Jochen Missfeldt ja schon eine komplette Storm-Biografie vorgelegt. Wie muss man sich die Zusammenarbeit als Duo an einem so komprimierten Werk vorstellen?


Völlig unkompliziert, ja kameradschaftlich, und natürlich sehr inspirierend. Die besondere Herausforderung bestand für uns darin, zwei Texte zu schreiben, die sich am Ende so nahtlos ineinanderfügen, dass nicht hier Jochen Missfeldt und dort Christian Demandt herausguckt.
 

 

Fördert das Buch auch neue Erkenntnisse über Storm und seine Zeit in Husum zutage?


Storms Biografie selbst ist noch spannender, reichhaltiger und dramatischer als alle seine wunderbaren literarischen Fiktionen. Das wurde mir beim Schreiben deutlich, weil das Format der Reihe uns dazu zwang, Storms Leben in Husum sehr pointiert und zugleich erzählerisch darzustellen.
 

 

Im nächsten Jahr dräut ein großes Ereignis – Storms 200. Geburtstag. Was dürfen wir aus diesem Anlass erwarten? Noch eine weitere Biografie?


Es wird ein Storm-Handbuch in der bekannten Reihe der Personenhandbücher im Metzler Verlag geben, das wir seit einem Jahr im Storm-Zentrum erarbeiten. Dort werden mehr oder weniger alle derzeit relevanten Storm-Forscher mit Beiträgen vertreten sein. Das Handbuch hat den Anspruch, den Stand der Forschung auf 400 Seiten zusammenzufassen. Außer diesem Handbuch wird es selbstverständlich viele weitere Publikationen geben. Und natürlich besondere Aktivitäten wie Konzerte, Ausstellungen, Festveranstaltungen oder ein Theaterstück, nicht nur in Husum, sondern in ganz Deutschland, schwerpunktmäßig in Schleswig-Holstein. Auch diese Aktivitäten werden von uns im Husumer Storm-Zentrum koordiniert.

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