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Gemeinsame Hilfe : Stiftung sammelt Geld für die Jugend

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Für Jugendprojekte in Friedrichstadt sammelt eine Stiftung Geld, 8000 Euro sind schon zusammen gekommen. Auch die jungen Leute selbst stocken das Kapital auf, sie sammeln Schrott und zahlen 20 Prozent der Verkaufserlöse ein.

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erstellt am 12.Feb.2014 | 17:30 Uhr

Jugendarbeit ist teuer. Davon wissen Kommunalpolitiker und auch Kirchenvertreter ein Lied zu singen. In Friedrichstadt finanziert die Stadt den städtischen Jugendpfleger Volker Klomann, die evangelische Kirchengemeinde beteiligt sich mit 25 Prozent an den Kosten des Jugendzentrums. Da dies seine Räume im kirchlichen Gemeindehaus hat, wird dieser Anteil unter anderem mit der Miete verrechnet. Zudem betreut Klomann auch die kirchlichen Pfadfinder und unterstützt Pastor Michael Jordan bei der Konfirmandenarbeit.

Doch dies ist nur ein Teilaspekt, denn im Jugendzentrum findet auch so genannte freie Jugendarbeit statt. Montags von 16 bis 21, dienstags von 15 bis 21, mittwochs von 12 bis 15, donnerstags von 13 bis 19 und freitags von 15 bis 22 Uhr ist es geöffnet. Dabei sind die Besucher zwischen elf und 21 Jahre alt. Zudem kommen sie nicht nur aus der Stadt selbst, sondern auch aus dem ganzen Umland, mit Schwerpunkt aus Koldenbüttel. „Jedoch nicht ganz so viele zur freien Jugendarbeit“, sagt Klomann, „denn es gibt das Problem der Erreichbarkeit, der Nahverkehr ist im ländlichen Raum nicht so gut ausgebaut.“ Anders sieht es bei der Beteiligung in den festen Gruppen, wie bei den Pfadfindern, der Boots-, Segel- oder Mädchengruppe aus. Da kommen, so unterstreicht der Jugendpfleger, durchaus bis zu 50 Prozent der Teilnehmer aus dem Umland.

Um langfristig die Projektarbeit mit Jugendlichen zu sichern, wurde die Stiftung Jugendarbeit ins Leben gerufen. Diese Treuhandstiftung des Fördervereins für Jugendarbeit in Friedrichstadt, hat nun das erste komplette Geschäftsjahr beendet und legt eine durchaus positive Bilanz vor. Seit Gründung kamen mehr als 8000 Euro zusammen, die gewinnbringend angelegt werden. Denn nach dem Stiftungsrecht dürfen erst nach drei Jahren die Kapitalzinsen für Projekte verwendet werden. Welche das dann sein werden, darüber entscheidet der Stiftungsrat. Ihm gehören die frühere Bürgermeisterin Regine Balzer, Pastor Michael Jordan und Jugendpfleger Volker Klomann an.

Spenden kann jeder für die Jugendarbeit. Es kamen Beträge zwischen 20 und 1500 Euro in die Kasse, beispielsweise überwies eine Familie Friedrichstädter Neubürger spontan 1000 Euro, nachdem sie einen Bericht über die Jugendstiftung gelesen hatte. Doch nicht nur an dem Wohl junger Menschen interessierte Bürger füllen die Kasse langsam auf, auch die Jugendlichen selbst sorgen dafür. So sammeln sie bereits seit einigen Jahren Schrott, den sie verkaufen. 20 Prozent der Erträge gehen auf das Konto der Stiftung, von den anderen 80 Prozent wird unter anderem das Projekt Jugendsegeln finanziert.

Die Friedrichstädter Jugendstiftung bietet zudem eine Besonderheit. Auf Wunsch werden die Spender in eine so genannte Stiftungsrolle handschriftlich mit einer Feder eingetragen – dadurch erlangt ihre gute Tat eine gewisse Unsterblichkeit. Die Stiftungsrolle ist ein großes handgebundenes Buch mit Goldschnitt und goldener Prägung. Es soll, wenn es einmal voll ist, dem Friedrichstädter Stadtarchiv übergeben werden. Überweisungsvordrucke gibt es bei Kassiererin Barbara Ekelöf, Am Binnenhafen 11, und Volker Klomann, Jugendzentrum. Es kann auch eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt ausgestellt werden. Weitere Informationen werden noch in diesem Jahr auch im Internet zu finden sein, denn eine Homepage ist in Arbeit. Auch der Facebook-Auftritt ist in Vorbereitung.

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