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Naturschutz auf Eiderstedt : Stiftung nimmt ihre Arbeit auf

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Das Kuratorium der Stiftung Eiderstedter Natur tagte zum ersten Mal. Geschäftsführer ist der Diplom-Agraringenieur Günter Jansen. Für ein Projekt wurde bereits Land in Westerhever angekauft.

Das Kuratorium der Stiftung Eiderstedter Natur hat zum ersten Mal getagt. Es ist das oberste Beschlussorgan der am 1. September gegründeten Stiftung. 15 Vertreter des 17-köpfigen Gremiums waren nach Tetenbüll gekommen. Für die meisten war der Weg nicht weit, denn zwölf der 17 Vertreter aus Landwirtschaft, Naturschutz, Jagd, Verwaltung sowie Heimat und Kultur kommen aus Nordfriesland.

Weite Grünlandflächen mit grasenden Rindern und Schafen, mit Teichen und Gräben, einer reichhaltigen Flora und Fauna und einer bunten landschaftstypischen Vogelwelt mit Wiesenvögeln, Wildgänsen und der Trauerseeschwalbe prägen das Bild der Halbinsel. Diese wertvolle Kulturlandschaft zu erhalten, hat sich die Treuhandstiftung zur Aufgabe gemacht.

Dr. Silke Schneider, Staatssekretärin im Umweltministerium, bedankte sich beim Landrat des Kreises Nordfriesland, Dieter Harrsen, beim Oberdeichgraf des Deich- und Hauptsielverbandes Eiderstedt, Jan Rabeler, und bei Dr. Walter Hemmerling, geschäftsführender Vorstand der Stiftung Naturschutz SH. Sie hatten am 1. September in Garding den Vertrag für die Stiftung unterzeichnet und sie mit jeweils 5000 Euro ausgestattet. Den Kuratoriumsmitgliedern wünschte sie viel Erfolg, Gespür und Geschick bei der Auswahl und Umsetzung der Naturschutzprojekte und lobte den neuen Geist des Miteinanders.

Oberdeichgraf Rabeler erinnerte daran, dass der Gedanke an eine Stiftung auf Eiderstedt schon seit 2012 im Raum gestanden hatte, aber erst die engagierte Mediation der Staatssekretärin bestehende Gräben überbrücken konnte und die Gründung möglich gemacht habe. Er betonte, dass gerade hier in der Niederungslandschaft die Folgen des Klimawandels verstärkt zu spüren sein werden, und sieht in der neuen Stiftung ein zukunftsweisendes Instrument für den Erhalt von Natur und Kultur auf der Halbinsel.

Landrat Harrsen stellte der Stiftung rund drei Millionen Euro aus Ausgleichsmitteln in Aussicht. Erste Projektideen präsentierte Franz Brambrink von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises. Dr. Hemmerling betonte, dass die Treuhandstiftung keine bestehenden Initiativen auf Eiderstedt verdrängen will, sondern sich als ergänzender, hier verorteter Baustein der Naturentwicklung versteht. Als Geschäftsführer stellte er den studierten Landwirt Günter Jansen, Mitarbeiter der Treuhänderin Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein vor, der vom ersten Ankauf durch die Stiftung Eiderstedter Natur von rund 1,6 Hektar im Bereich Westerhever berichtete. Dort sollen sich bald Wiesenvögel wie Rotschenkel und Kiebitz, Moorfrösche, Libellen und Wasserkäfer wohlfühlen. Damit das gelingt, sorgt die Stiftung für mehr Wasser auf den Flächen und für eine extensive Grünlandbewirtschaftung durch örtliche Landwirte. Dies sei auch das Konzept für künftige Maßnahmen. Das Gremium betraute Jansen mit der Aufgabe, zur nächsten Sitzung am 25. Mai 2016 eine Geschäftsordnung vorzulegen. Dann soll auch für die Dauer von fünf Jahren aus den Reihen des Kuratoriums ein Vorsitzender gewählt werden.

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erstellt am 03.Dez.2015 | 17:54 Uhr

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