Hattstedt : Stelle der Schulleitung bleibt vakant

Die Hattstedter Grundschule wird von 120 Schülern besucht.
Die Hattstedter Grundschule wird von 120 Schülern besucht.

Hattstedt: Stellvertreterin Angela Sönksen übernimmt vorläufig die Aufgaben des Rektors. Der Schulverband bemüht sich um eine erneute Ausschreibung im März.

shz.de von
29. Januar 2018, 08:00 Uhr

In seiner ersten Sitzung schnürte der Schulverband Hattstedt ein umfangreiches Aufgabenpaket für das laufende Jahr. Neben der finanziellen Abwicklung des Ausstiegs der Gemeinde Hattstedtermarsch aus dem Verband (wir berichteten) wird sich das Gremium weiterhin intensiv um eine neue Schulleitung für die rund 120 Schüler bemühen (wir berichteten). So soll eine erneute Ausschreibung Anfang März erfolgen. „Ich habe eingehend mit dem Schulrat Thomas Nonn gesprochen. Dieser hat zugesagt, alle denkbaren Alternativen für eine zeitnahe Besetzung zu prüfen“, berichtete die Schulverbands-Vorsteherin Christel Schmidt.

Damit bleibt Angela Sönksen als vertretende Schulleiterin zunächst im Amt. In ihrem Bericht teilte sie mit, dass der erforderliche Unterricht bis zum Sommer geleistet werden kann. „Aber es bleibt knapp, denn aufgrund der fehlenden Ausbilder können wir keine angehenden Lehrkräfte beschäftigen, die eventuelle Fehlzeiten abpuffern“, erklärte sie.

Zur vakanten Schulleiterstelle berichtete Sönksen, dass ihre persönlichen Bemühungen, junge Kollegen für diese Aufgabe zu gewinnen, leider keinen Erfolg hatten. „Die große Verantwortung und der hohe Aufwand werden nicht entsprechend honoriert. Deshalb ist es kein Wunder, dass es an Interesse fehlt“, erläuterte sie.

Im Fokus des Schulverbandes werden weiterhin Sanierungen sowie die Weiterentwicklung der Schulausstattung stehen. Angeschafft werden soll unter anderem ein neuer Schutzfußboden für die Veranstaltungen in der Sporthalle mit geschätzten Kosten in Höhe von 13.000 Euro. Dieser soll künftig die verschmutzten, 15 Jahre alten Filzmatten ersetzen. Ebenfalls grundlegend saniert werden soll die marode Auffahrt zur Aula.

Zurückgestellt wurde dagegen die Sanierung der sanitären Anlagen in der Sporthalle mit Kosten in Höhe von 100.000 Euro. „Das Land hat für solche Maßnahmen ein weiteres Förderprogramm mit einem Volumen von 7,5 Millionen Euro aufgelegt. Die Richtlinien für den Antrag sind jedoch noch nicht veröffentlicht. Aber von diesem Kuchen wollen wir auf jeden Fall ein Stück abhaben“, erklärte Christel Schmidt.

Im Blick behalten will das Gremium die Digitalisierung der Schule. Neben der Anbindung der Rechner an das interne Breitbandnetz soll der sinnvolle Einsatz so genannter Whiteboards (digitale Tafeln) geprüft werden. Deren Anschaffung stehe jedoch aus Kostengründen, wenn überhaupt, erst mittelfristig zur Debatte.

Zustimmung fand dagegen der Antrag des TSV Hattstedt zur Reduzierung der Nutzungsgebühren für die Sporthalle. Der Sportverein muss künftig nun statt 5000 Euro nur noch 4000 Euro jährlich zahlen. Deutlich machten die Schulverbands-Mitglieder in diesem Zusammenhang, dass die Kostenermäßigung dem außerordentlichen Engagement des Vereins im Schulsport geschuldet sei. Eine generelle Senkung der Gebühren für andere Nutzer könne es nicht geben.

Nach Jahren des rigorosen Sparens blickt der Schulverband mit seinem neuen Haushalt wieder etwas positiver in die Zukunft. Deshalb wurde das Zahlenwerk denn auch einstimmig genehmigt. Im Ergebnisplan weist der Haushalt Erträge in Höhe von 410.000 Euro sowie 450.500 Euro an Aufwendungen, und damit einen überschaubaren Fehlbetrag von 39.700 Euro aus. Der Finanzplan ist mit Ein- und Auszahlungen in Höhe von rund 380.000 Euro ausgeglichen. Und die Investitionssumme wurde auf 40.000 Euro festgesetzt.

Die Schulverbandsumlage beträgt insgesamt 256.000 Euro, von denen rund 18.000 Euro auf die Gemeinde Wobbenbüll entfallen.

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