zur Navigation springen
Husumer Nachrichten

21. August 2017 | 04:58 Uhr

Stelldichein der Ponyfohlen

vom

Pferdestammbuch Schleswig-Holstein begutachtete in Schwabstedt den vierbeinigen Nachwuchs

Schwabstedt | Doch ja, es hat dieses gewisse Flair, das es anderswo nicht gibt: Wenn das Pferdestammbuch Schleswig-Holstein/Hamburg zum Fohlenkören nach Schwabstedt kommt, dann wird es stets voll auf dem Treenevorland. Tische und Bänke unter Bäumen, Bratwurst- und Getränkestände sowie eine mehrstündige Moderation vom Landesverbands-Vorsitzenden Hans Heinrich Stein (St. Peter-Ording) halten Zuschauer und Beteiligte bei guter Laune. "Gute Laune" auch von oben: "Immer, wenn wir nach Schwabstedt kommen, erwartet uns hier schönes Wetter", freute sich Pferdestammbuch-Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Jensen anlässlich dieser 23. Fohlenkörung.

Das Pferdestammbuch verwaltet die Zucht von Pony- und Spezialpferde rassen sowie Kaltblütern im Land. Ebenso wie beim Holsteiner- und beim Trakehner-Zuchtverband wird einmal im Jahr der neuen Fohlenjahrgang beurteilt, die lütten Vierbeiner erhalten dann ihr Brandzeichen. Dazu reist die Körkommission durch die einzelnen Bezirke. Aus den vorgestellten Shetlandponys, Schleswiger Kaltblütern, New Forest-Kleinpferden, Haflingern, Deutschen Reitponys, amerikanischen Pinto-Kleinpferden und anderen Pony-Rassen sind später schon so manche Spitzentiere hervorgegangen.

Die Züchter kamen auch diesmal aus dem ganzen Land - Hamburg inbegriffen. Der Straßenzug in Schwabstedt entlang der Treene war abgesperrt. Dort tummelten sich winzige Shettys, Ponys aller Größen und die stämmigen, vom Aussterben bedrohten Schleswiger Kaltblutpferde. Mit vor Ort waren auch der Körbezirks-Vorsitzende von Nordfriesland, Thorsten Gosch aus Seeth, und "Altmeister" Uwe Albrecht, der mehr als 23 Jahre lang den Vorsitz innehatte.

Gelegentlich suchten sich die Jung tiere auch mal ihren eigenen Weg - vornehmlich in Richtung Publikum - oder fanden häufiger Gefallen an den aufgestellten Blumenschalen - oder besser: an deren Inhalt. Interessierter Zuschauer vor Ort: Schwab stedts Bürgermeister Jürgen Meyer, der Elisabeth Lammers aus Kiel den Gemeindepokal für ihr herausragendes Schleswiger-Kaltblut-Pferd Habicht überreichte. Mit Pferden ist der neue Gemeindechef im Übrigen bestens vertraut - Ehefrau Christine war ebenfalls lange Zeit Pferdebesitzerin.

Bis zum Jahr 2018 ist die "Verabreichung" des Brandzeichens in der bisherigen Form erlaubt - danach nur noch nach einer Betäubung. Auch am Kör- und Eintragungsplatz Schwabstedt wurde im Anschluss an die Vorstellung des jeweiligen Tieres das entsprechende Brandzeichen angebracht.

zur Startseite

von
erstellt am 02.Aug.2013 | 03:59 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen