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34. Husumer Hafentage : Startschuss für ein großartiges Fest

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Eröffnung der 34. Husumer Hafentage bei bestem Wetter: Wirtschaftsminister Reinhard Meyer musste sich Fragen zum B 5-Ausbau stellen. Konkrete Antworten gab es nicht.

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erstellt am 13.Aug.2015 | 07:00 Uhr

Man muss auch mal Glück haben mit dem Wetter: Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein war die Meile schon am Nachmittag gut bevölkert. Und als der Kieler Wirtschaftsminister Reinhard Meyer, Bürgervorsteher Peter Empen, Bürgermeister Uwe Schmitz und Hafen-Event-GmbH-Geschäftsführer Peter Cohrs in Begleitung von Krokusblütenkönigin Katja Ingwersen auf die Volksbank-Bühne kamen, um auch ganz offiziell den Startschuss für die 34. Husumer Hafentage zu geben, da drängten sich so viele Zuschauer vor der Bühne und dem dort platzierten Rödemisser Spielmannszug wie schon seit Jahren nicht.

Schon bei der Begrüßung allerdings wurde es zumindest für Wirtschaftsminister Meyer ernst, denn noch vor dem offiziellen Einläuten des größten Volksfestes an der Westküste wurde er von Moderator Michael Wittig mit dem Problem konfrontiert, das den Storm-Städtern am dringendsten auf den Nägeln brennt: dem Ausbau der Bundesstraße 5. „Aber der Minister hat ja mal gesagt, er höre auf das Urteil der Bürger und wenn er irgendwo zu Besuch gewesen sei, könne auch ganz schnell etwas passieren“, lockte Wittig. Umsonst: „Wir wollen ja auch, dass nicht nur Menschen aus der Nähe, sondern von weiter her nach Schleswig-Holstein fahren“, sagte Meyer in seiner Begrüßungsrede. Aber von der B  5 war nur die Rede, als er die „Standhaftigkeit und Klarheit“ der Bewohner dieser „bunten Stadt am Meer“ lobte. Bürgermeister Schmitz dankte allen Helfern, die dafür sorgen würden, dass es ein „großartiges Fest“ werde, und gab den Husumern mit auf den Weg: „Passt auf Euch auf.“ Krokusblütenkönigin Katja freute sich darauf, mit Freunden zu feiern, und wünschte allen Besuchern der Hafentage viel Spaß, und Bürgervorsteher Empen tat dasselbe, allerdings auf Plattdeutsch, bevor er die tollen Tage mit der Glocke anglaste.

Cohrs nutzte anschließend auf dem traditionellen Empfang im Schifffahrtsmuseum vor den versammelten Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung die Gelegenheit, erneut auf die Bedeutung des Tourismus für die Storm-Stadt hinzuweisen. Angesichts der kulturellen und landschaftlichen Attraktionen der Region müsse es das Ziel sein, „touristische Leuchtturm-Projekte“ heran zu ziehen. „Unsere Lage als Erlebnisstadt direkt am Nationalpark Wattenmeer bietet sich doch geradezu an für ein Wellness-Hotel“, so Cohrs. Auf diesen Markt hätte sich Husum noch gar nicht eingestellt. „Wir haben schöne Hotels hier, aber das sind Stadt-Hotels“ – und während in ganz Schleswig-Holstein neue Hotelprojekte in der Planung seien, passiere vor Ort gar nichts. Cohrs lobte das beschlossene Tourismuskonzept als „guten ersten Schritt“, forderte aber, dass die ganze Stadt an ihrer Einstellung zum Tourismus arbeiten müsse: „Verwaltung, Politik – und die Bürger.“

Den Wirtschaftsminister erinnerte er an den Scheck, mit dem der Verein Infrastruktur Westküste vor genau zwei Jahren die Vorfinanzierug der Planung des B  5-Ausbaus angeboten hatte. „Der ist bis jetzt nicht eingelöst worden“, kritisierte er. „Es kann doch nicht sein, dass der Bund Milliarden für Straßenbau ausgibt und bei uns kommt nichts an, weil nicht geplant wurde!“ Meyer entgegnete, dass dieser Scheck bei ihm im Büro hinge und er so ständig an die Angelegenheit erinnert werde. Konkreter wurde er aber auch hier nicht.

 

 

 

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