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Auf dem Weg ins Berufsleben : Starthilfe vom Naturzentrum

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Der Schüler Finn Oke Göttsche will Paläontologe werden und absolvierte jetzt ein Praktikum in Bredstedt – mit sichtbaren Folgen: Aus im Keller entdeckten Mineralien und Fossilien gestaltete er eine Ausstellung.

Mit 17 hat man – will man dem Schlagertext glauben – noch Träume. Doch der 14-jährige Schüler des Husumer Hermann-Tast-Gymnasiums, Finn Oke Göttsche, weiß schon jetzt genau, wo seine berufliche Zukunft liegt. „Ich will Paläontologe werden“, sagt er selbstbewusst. Zielstrebig arbeitet der Schüler der neunten Klasse auf ein entsprechendes Studium hin und will sein Abitur so gut wie möglich machen. Die Wissenschaft von den Lebewesen der Urzeit hat den ehrgeizigen Jugendlichen schon immer interessiert. Paläontologen erforschen die Evolutionsgeschichte der Organismen und, zusammen mit Geologen, die Historie des ganzen Planeten Erde. „Die Wissenschaft ist ein Schlüssel, um Vorgänge zu verstehen, die das Klima und das Leben steuern und beeinflussen“, sagt der Gymnasiast dazu.

Am liebsten hätte er sein 14-tägiges Praktikum in einem Forschungsinstitut außerhalb Schleswig-Holsteins gemacht. Doch er erfuhr davon, dass sich auch die Ehrenamtler des Naturzentrums Mittleres Nordfriesland in Bredstedt mit dem umfangreichen Gebiet befassen. Kurzerhand wandte sich der junge Mann an die dort Zuständigen, den pensionierten Schulleiter und Biologen Volker Weinreich sowie Naturzentrums-Mitarbeiter Willi Klang. Beide nahmen ihren Schützling an die Hand, zeigten ihm das Haus und stellten die Projekte und Möglichkeiten vor. Kollege Zufall ließ den Hausbiologen zwei noch im Keller verborgene Kisten mit Mineralien und Fossilien entdecken. „Eine gute Gelegenheit, unseren Praktikanten sinnvoll zu beschäftigen“, dachte sich Weinreich.

Wie selbstverständlich machte sich der Schüler zunächst daran, die Mineralien zu bestimmen. Mit Feuereifer stürzte er sich in die Arbeit, nahm wissenschaftliche Bücher und das Fachbuch „Steine und Mineralien“ von Walter Schumann in die Hand und beschrieb sie auf kleinen Kärtchen mit kurzen, knackigen, auch für Laien verständlichen Worten. Auch über ihre Ursprungs- und Fundorte recherchierte er.

„Wir waren begeistert, welchen Elan der Jugendliche an den Tag legte“, so die Ehrenamtler unisono. Von Finn Oke Göttsche kam denn noch die Idee, mit den 26 von ihm untersuchten Steinen und vier Fossilien, mit denen er sich zusätzlich befasst hatte, eine kleine Ausstellung zu kreieren. „Damit waren wir natürlich sehr einverstanden“, so Weinreich. Kurzerhand wurde eine Glasvitrine organisiert. Sie steht nun von dem Praktikanten mit den Schätzen bestückt im Veranstaltungssaal der Einrichtung. „Mir hat die Arbeit im netten Team Spaß gemacht, und ich habe gemerkt, wie vielfältig die Arbeit im Naturzentrum ist. Das sollte sich jeder ansehen“, so der Schüler. Wenn er sich einmal nicht mit seinem Lieblingsthema beschäftigt, so schreibt er Geschichten oder spielt die neuesten Spiele mit Freunden am Computer. Bis Ende Oktober hat das Naturzentrum werktags von 10 bis 17 Uhr geöffnet, danach von 10 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung. Weitere Info unter www.naturzentrum-nf.de oder Telefon 04671/4555.

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