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Spielfilm-Dreh auf Eiderstedt : Star-Aufgebot am Tönninger Hafen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die Stadt an der Eider bildet die Kulisse für den Fernsehfilm der Woche. Das ZDF setzt den Siegfried-Lenz-Roman „Der Verlust“ in Szene mit Ina Weisse, Fritzi Haberlandt und Heino Ferch in den Hauptrollen.

Das Problem des Tönninger Hafens: Es gibt eine Nord- und eine Südseite, die über einen Umweg miteinander verbunden sind. Kein leichtes Unterfangen für jemanden, der eigentlich auf beiden Seiten gleichzeitig sein muss. Das muss auch Lars Buscher feststellen. Beim Aufnahmeleiter der Network Movie Film- und Fernsehproduktion laufen die Drähte zusammen. Vielmehr die Funkkontakte zwischen Regisseur, Kameramann, andere Crew-Mitgliedern und ihm. Einen Tag lang bildete der Tönninger Hafen die Kulisse für die Verfilmung von „Der Verlust“ nach einem Buch von Siegfried Lenz – in den Hauptrollen Ina Weisse, Heino Ferch und Fritzi Haberlandt.

Lenz’ Erzählungen, Novellen und Romane sind literarische Ereignisse: Der
86-Jährige ist einer der renommiertesten und meistgelesenen Nachkriegs- und Gegenwartsautoren Deutschlands. Nach „Die Flut ist pünktlich“ haben in dieser Woche die Dreharbeiten für die zweite Verfilmung, „Der Verlust“, begonnen. Für Drehbuch und Regie zeichnet Thomas Berger verantwortlich.

Aufnahmeleiter Buscher dirigiert die Komparsen, sieht zu, dass die Schauspieler zu den Drehorten chauffiert werden und muss zusehen, dass Ungewolltes aus dem Bild verschwindet. Um der Film-Crew die Arbeit zu erleichtern, wurde der Hafenbereich teilweise gesperrt. Während Ina Weisse auf der Nordseite des Hafens in Szene gesetzt wird, wartet Fritzi Haberland im Wohnwagen auf der Südseite auf ihren Einsatz. Die Komparsen müssen sich derweil zwischen Packhaus und Wasser- und Schifffahrtsamt positionieren – als Mitarbeiter einer Netzweberei.

Im Mittelpunkt des Films steht Uli (Heino Ferch), den eine tiefe, späte Liebe zu Nora (Ina Weisse) verbindet. Eines Tages verschlägt es ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Sprache: Ein Hirnschlag lähmt ihn, sodass er sich von einem Tag auf den anderen nicht mehr mitteilen kann.

Nora ist von der Situation überfordert. Als sie ein paar Sachen aus der Wohnung von Uli holt, klingelt plötzlich ein Handy. Am anderen Ende meldet sich eine unbekannte Frauenstimme, die doch merkwürdig vertraut klingt. So vertraut, dass Nora ein Geheimnis in Ulis Leben vermutet, das ihr Angst macht.

Nora fährt in Ulis Heimatstadt und begegnet dort Karin (Fritzi Haberlandt), jener anderen Frau, die mit Uli seit Jahren liiert ist.

Gedreht wird bis Mitte Oktober in Hamburg, Schleswig-Holstein und Rømø. Der Sendetermin für den „Fernsehfilm der Woche“ steht noch nicht fest.

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erstellt am 19.Sep.2013 | 17:00 Uhr

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