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Werbung für die Flusslandschaft : Stand-up-Paddeln in der Stadt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Ein Imagefilm für die Flusslandschaft wurde jetzt in Friedrichstadt gedreht. Mitten in der Stadt, auf dem Mittelburggraben, zog dafür ein Stand-up-Paddler seine Runden vor der steinernen Brücke.

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erstellt am 06.Sep.2014 | 17:00 Uhr

Noch hatte sich die Sonne nicht ganz durch die Bewölkung gekämpft, erwischte aber schon immer häufiger Wolkenlöcher und tauchte den Friedrichstädter Marktplatz mit seinen Verkaufsständen in ein warmes Licht. Und sobald sie durchkam, freute sich Hartmut Baars. Schließlich stand er in T-Shirt und kurzer Hose barfuß im Wasser des Mittelburggrabens neben der historischen Steinbrücke.

Das ist ungewöhnlich, denn dort neben dem Marktplatz stehen üblicherweise, wenn überhaupt, nur Angler mit Gummistiefeln im Wasser. Baars hingegen stand mitten in der Gracht – wenn auch auf einem Brett. Und darüber staunten viele Friedrichstädter und Touristen, denn einen Stand-up-Paddler mitten in der Stadt hatten sie noch nie gesehen. Dass es sich nicht um einen „normalen“ Wassersportler handeln konnte, merkten die Zuschauer spätestens dann, als sie zwei Filmer am Ufer entdeckten. Immer wieder schickte die Crew von der Blockhaus Filmproduktion Hartmut Baars unter der steinernen Brücke hindurch, schließlich wollten sie die optimalen Motive einfangen.

Die Kieler Produktionsfirma hat sich auf das Projekt beworben, das die Stadt Friedrichstadt ausgeschrieben hat, und die auch die Mehrwertsteuer der Kosten übernimmt. In Kooperation mit den Touristikern aus der Region wird es jetzt umgesetzt. Insgesamt zehn „Mein Lieblingsplatz“-Filme werden gedreht. Unter anderem dabei sind die Bargener Fähre, der Tarper Eulenwanderweg und das Stand-up-Paddeln in den Friedrichstädter Grachten.

Ziel des Projektes ist die touristische Bewerbung der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge mit Impressionen ihrer Naturschauplätze. Im Mittelpunkt steht neben der Natur der Mensch. Die Protagonisten stellen ihre persönlichen Geheimtipps vor. Grundlage ist die EU-Fördermaßnahme „Marketingoffensive zur Optimierung und Bündelung der touristischen Strukturen in der Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge und dem Grünen Binnenland“. Damit sollen Langzeiturlaubern und Tagesgästen einige echte Geheimtipps im Grünen vorgestellt werden. Die kurzen Filmchen sollen unter anderem auf der Internetplattform YouTube veröffentlicht werden.

Bis Ende September sollen alle „Lieblingsplatz“-Filme abgedreht und bis Ende Oktober dann auch geschnitten sein. Im Internet werden sie dann für die Saison 2015 werben. Für Malte Blockhaus von der Blockhaus Filmproduktion sind die „Lieblingsplätze“ ein persönliches Projekt. „Wir haben es ja mit ganz normalen Menschen ohne Kameraerfahrung zu tun. Von Fernsehdrehs kenne ich das schon, aber da hat man immer Zeitdruck und muss den Plan möglichst schnell abarbeiten. Hier können wir viel entspannter herangehen und die Leute gewöhnen sich in Ruhe an die neue Situation.“

Aber nicht nur für die künftigen Besucher der Flusslandschaft dürften die Filme im Internet eine Augenweide sein. Denn es liegt eine Sondergenehmigung vor, auch verschiedene sensible Naturgebiete zu filmen. Das geschieht dann mit Hilfe einer Kameradrohne. Diese Filme dürften auch dem Kenner der Naturschutzgebiete sicherlich den einen oder anderen neuen Eindruck vermitteln.

Sabine Müller von der Eider-Treene-Sorge GmbH, die das Projekt „Lieblingsplätze“ koordiniert, rechnet damit, dass alles vom Schnitt bis zur Vertonung komplett Ende Oktober fertig sein dürfte. Dann, so sehen es die Planungen vor, sollen sie im Stapelholmhuus in Erfde vorgestellt werden. Anschließend werden sie in das weltweite Netz gestellt und sind nicht nur bei YouTube, sondern auch auf der Internetseite der Flusslandschaft unter www.eider-treene-sorge.de zu sehen. Die Kosten für die Imagestreifen liegen übrigens bei rund 15 000 Euro.

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