Hausmüll, Glas und Bioabfälle : Städtische Papierkörbe quellen über

„Wilder Müll“ in öffentlichen Abfallbehältern wird in Husum langsam zum Ärgernis.
„Wilder Müll“ in öffentlichen Abfallbehältern wird in Husum langsam zum Ärgernis.

Mitarbeiter des Kommunalen Service-Betriebes Husum (KSH) beobachten seit Jahren eine steigende Anzahl von Hausmüll in den städtischen Papierkörben. „Sie sind schlichtweg voll mit Müll, der da nicht hinein gehört“, sagen sie.

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31. Juli 2015, 21:00 Uhr

Wenn es darum geht, ihren Hausmüll loszuwerden, scheint einigen Husumerinnen und Husumern kein Weg zu weit zu sein. Die Mitarbeiter des Kommunalen Service-Betriebes Husum (KSH) beobachten seit Jahren eine steigende Anzahl von Hausmüll in den städtischen Papierkörben. „Sie sind schlichtweg voll mit Müll, der da nicht hinein gehört. Derzeit beträgt der Hausmüll-Anteil in den städtischen Papierkörben rund 50 Prozent. Das darf nicht sein“, ärgert sich KSH-Bauhof-Chef Thomas Leißner.

Betroffen sind demnach nicht nur die Abfallbehälter in den Wohngebieten, sondern auch die Papierkörbe in der Innenstadt. „Es gibt bestimmte Gastronomiebetriebe, die nutzen die städtischen Papierkörbe zum Beispiel als Biotonne. Oftmals können wir den Müll den Betrieben jedoch zuordnen, dann schreiben wir diese direkt an“, erzählt Leißner.

Der Bauhof-Chef bittet auch darum, das große Angebot an Altglas-Containern in der Stadt anzunehmen. „Einigen Einwohnerinnen und Einwohnern scheint der Weg zum nächsten Glascontainer zu weit zu sein, obwohl es davon nun wirklich reichlich in Husum gibt. Dann werden die Glasflaschen mal eben im Papierkorb an der Straßenecke statt rechtmäßig im nächstgelegenen Altglas-Container entsorgt.“

Thomas Leißner appelliert an das Umweltbewusstsein der Bürgerinnen und Bürger. „Die städtischen Papierkörbe sind dazu da, den Müll aufzufangen, der anfällt, wenn man unterwegs ist. Das kann die Tüte vom Bäcker ebenso sein wie das benutzte Taschentuch, das entsorgt werden muss. Alles andere, wie größere Tüten vollgestopft mit Hausmüll, gehört dort nicht hinein“, betont Thomas Leißner nachdrücklich.

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