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Husumer Nachrichten

23. Oktober 2017 | 10:54 Uhr

Friedrichstadt : Stadtrat sagt Ja zum Musical

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Zur 400-Jahr-Feier von Friedrichstadt im Jahr 2021 soll es vor dem Rathaus aufgeführt werden. Die Stadtvertreter sprechen sich einmütig für das Projekt aus.

Da gab es in der jüngsten Stadtvertreter-Sitzung von Friedrichstadt keine zwei Meinungen: Ein großes Musical soll fester Bestandteil und Höhepunkt der 400-Jahr-Feier der Stadt im Jahr 2021 werden. Bereits in der Sitzung des Wirtschafts- und Kulturausschusses hatten Bente Stenger und Christiane Thomsen die Mitglieder überzeugt und begeistert (wir berichteten). Die Open-Air-Vorstellung soll am 24. und 25. September 2021 vor dem historischen Rathaus präsentiert werden. Rund 300 Akteure aus dem Ort und der Umgebung sollen mitwirken. Im September deshalb, weil am 21. September 1621 der Grundstein für das erste Haus an der heutigen Ecke Binnenhafen/Fürstenburgwall gelegt worden war.

Auch in der Stadtvertreter-Zusammenkunft wurde das Projekt von Bente Stenger und Birte Überleer noch einmal vorgestellt. „Wenn die Stadtvertreter diesem Projekt zustimmen, wird eine große Aufgabe vor uns liegen“, so Stenger. Sie wird eigens für den hohen Geburtstag das Musical schreiben und auch als Dirigentin das Konzert leiten. Inhaltlich soll es um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Stadt gehen. „Ich wünsche mir, dass dann viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene dieser Stadt bei diesem Geburtstagsmusical mitmachen.“ Schon in den vergangenen Jahren habe sie mehrere Orchester geleitet und hochkarätige Projekte realisiert. „Musik bewegt und verbindet Menschen, das gilt besonders für die Geburtstagsfeier“, und weiter fügte sie hinzu: „Damit können die Bürgerinnen und Bürger ihrer Stadt das schönste Geburtstagsgeschenk machen.“

Birte Überleer als Projektleiterin verwies auf die organisatorischen Hintergründe und die zu erwartenden Kosten. „Der größte Posten wird die Bühne sein, die vor dem Rathaus aufgestellt werden soll.“ Und diese müsse Platz für sehr viele Musicalteilnehmer bieten. Die Kosten sollen so gering wie möglich gehalten werden, betonte sie. So gehe sie – großzügig berechnet – von gut 50.000 Euro aus. „Wenn von der Stadtverordnetenversammlung das Okay zu diesem Projekt kommt, wird das Musical für alle Teilnehmer und Organisatoren ein unvergessliches Erlebnis sein“, prophezeite sie.

Auch Bürgermeister Eggert Vogt und zahlreiche Stadtvertreter äußerten sich geradezu euphorisch zu dem Thema. „Das wird das Highlight zur 400-Jahr-Feier werden“, stellte Vogt fest. Es habe den Charme, dass diese Idee aus der Bevölkerung gekommen sei. Alle Stadtvertreter waren überzeugt von dem Vorhaben, einstimmig votierten sie für die Durchführung des Musical.

„Wir brauchen viele Menschen auf der Bühne und hinter den Kulissen und ich bin gespannt, wer sich mit welchen Talenten meldet“, so die Projektleiterin Birte Überleer. Schon in den kommenden Haushaltsberatungen müsse der Betrag mit eingearbeitet werden, kündigte Vogt an. Bei aller Euphorie und Begeisterung verwies er auf einen möglichen Stolperstein. „Das Projekt kann an der Kommunalaufsicht scheitern.“ Daher werde sich die Verwaltung so schnell wie möglich mit dieser in Verbindung setzen. „Dennoch freue ich mich auf die 400-Jahr-Feier und das Musical“, so der Bürgermeister.

Im Verlauf der fast zweistündigen Sitzung stellte Bürgermeister Eggert Vogt die neue Stadtmanagerin Kerstin Lamp vor. Die gebürtige Husumerin hat sich für die nächsten vier Jahre viel vorgenommen. „Es geht um die Zukunft des Holländerstädtchens, und hierfür möchte ich die Weichen stellen, sodass das Schiff Friedrichstadt Fahrt gewinnt.“ Sie werde sich den Herausforderungen stellen und Probleme anpacken (wir berichteten). „Friedrichstadt muss für junge Familien wieder attraktiv werden, dafür werde ich mich einsetzen.“ Ihr Hauptaugenmerk wird auf dem Projekt „Zukunftsstadt Friedrichstadt“ liegen. Bei der Entwicklung und Umsetzung spiele die Bevölkerung eine große Rolle.

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