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Neue Ideen an der Treene : Stadtmanagerin für Friedrichstadt

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die 27-jährige Annika Müller hat ihren Schreibtisch ab sofort im Rathaus. Die Finanzierung der Stelle läuft über fünf Jahre. Eine ihrer Aufgaben ist es, sich um ein öffentliches WLAN-Netz zu kümmern.

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erstellt am 20.Mär.2016 | 12:00 Uhr

Sie soll einen Leitfaden für Friedrichstadt entwickeln und sich auch der Probleme der Stadt annehmen, wie etwa den Leerständen. Die Rede ist von Annika Müller, der neuen Stadtmanagerin. Finanziert wird die 27-Jährige für fünf Jahre aus der Stadtkasse, mit Genehmigung des Landrates und des Landes, denn ansonsten hätte die hoch verschuldete Stadt nicht eine neue Stelle schaffen dürfen. Die gebürtige Berlinern hat in Kiel studiert und tritt nun im Holländerstädtchen ihren ersten Job an. „Als ich die Stellenausschreibung sah, war mir klar, da passt alles“, sagt sie und betont, dass sie die Mentalität der Menschen im Norden sehr schätzt.

Die ersten Tage nimmt Bürgermeister Eggert Vogt Annika Müller quasi an die Hand, stellt sie den verschiedenen Institutionen vor und erläutert ihr gemeinsam mit Sandra Rohde vom Amt Nordsee-Treene die Anbindung der Stadt an die Amtsverwaltung, erklärt die Besonderheit der Stadt, da diese keine eigene Verwaltung hat. „Allerdings“, betont Sandra Rohde, werde sie auch weiterhin für Friedrichstädter Belange zuständig sein. Einen Teil ihres bisherigen Aufgabenbereichs wird aber die neue Stadtmanagerin übernehmen. Beispielsweise wird diese Infoveranstaltungen auf die Beine stellen und nach Fördermöglichkeiten für städtische Projekte suchen.

Optimal wäre es natürlich, sagt der Bürgermeister,wenn die neue Managerin es schaffen sollte, quasi ihr eigenes Gehalt zu generieren. Viel Arbeitskraft wird Annika Müller nämlich in die Umsetzung von Visionen in die reale Welt investieren. Denn bereits seit November 2014 läuft das Projekt Zukunftsstadt Friedrichstadt. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Nordfriesland hat dafür Tillmann Meyer und Michael Schäfer nach Friedrichstadt geschickt, die dort unter anderem gemeinsam mit interessierten Bürgern eine mögliche Zukunft der Stadt erarbeitet haben. In verschiedenen Workshops und Arbeitsgruppen wurden Themenvorschläge gesammelt, die nun in Arbeitskreisen, die den jeweiligen städtischen Ausschüssen zugeordnet sind, auf ihre Machbarkeit abgeklopft werden. Und die Umsetzung der als realistisch eingestuften Vorschläge liegt unter anderem künftig auch in den Händen der Stadtmanagerin.

Eine ihrer ersten Aufgaben wird aber, wie es Bürgermeister Vogt sagt, der mögliche Aufbau eines öffentlichen WLAN-Netzes sein. Und, bevor es Ergebnisse zu sehen gibt, müsse die Neue erst einmal ein Netzwerk knüpfen und die in der Region handelnden Personen kennen lernen. Natürlich werde es auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Amt, der Wirtschaftsförderungsgesellschaft und dem Tourismusverein geben. Zudem werde sich die Stadtmanagerin vermutlich auch im Rahmen von Gemeindevertreter-Sitzungen in den Umlandgemeinden vorstellen. In erster Linie sei Annika Müller aber für Friedrichstadt zuständig, sie werde schließlich auch von der Stadt bezahlt.

Zu ihren Aufgaben wird auch die Suche nach einem Standort für die von der Aktiv-Region geplante E-Ladestation in der Stadt gehören, aber noch sei nicht entschieden, ob diese sich an dem Projekt beteiligt. Schließlich, erläutert der Bürgermeister, kämen auf Friedrichstadt Kosten in nicht bekannter Größe zu. In einem ersten Entwurf sei man von etwa 2000 Euro jährlichen Stromkosten ausgegangen, doch sollten sich Bürger der Stadt ein E-Mobil anschaffen und täglich an der öffentlichen Station laden, dann könnte sich dieser Betrag stark erhöhen. „Noch haben wir keine Vergleichswerte, das ist Neuland für uns“, sagt Sandra Rohde.

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