Bredstedt : Stadtdomizil soll 2019 fertig sein

Michael Becker (li.) und Oke Hansen freuen sich über den Baufortschritt.
Michael Becker (li.) und Oke Hansen freuen sich über den Baufortschritt.

Der Rohbau in der Bredstedter Osterstraße steht bereits. Alle 36 seniorengerechten Wohnungen sind verkauft.

shz.de von
08. August 2018, 14:00 Uhr

Bredstedt | Das Bauvorhaben Bredstedter Stadtdomizil in der Osterstraße gegenüber dem Tondern-Treff nimmt immer mehr Formen an. Nachdem das ehemalige Schlange-Gebäude sowie das benachbarte Haus Nr. 22 im Frühjahr abgerissen worden waren und das Bauunternehmen nach Vorliegen der Baugenehmigung im März loslegen konnte, steht inzwischen der Rohbau des Erdgeschosses vom ersten Gebäudeteil. Es soll nun weiter zügig vorangehen.

Involviert sind überwiegend Unternehmen der Region. Mit der Fertigstellung rechnen die Bauherren – das sind der Sanitär- und Heizungsbaumeister Oke Hansen aus Högel und Zimmerermeister Michael Becker aus Drelsdorf – im Herbst 2019. Was beide besonders freut: alle 36 altersgerechten Wohnungen mit einer Grundflächenzahl zwischen 50 und 70 Quadratmetern sowie eine von zwei Gewerbeeinheiten in dem geplanten Komplex sind bereits verkauft. „So wird die Pflegediakonie Nordfriesland gemeinnützige GmbH mit Sitz in Husum, vertreten durch die Geschäftsführerin Angelika Hachmann, dort mit einer Tagespflegestation einziehen. Das passt hervorragend in die Umgebung“, so Becker. Mit einem zweiten Unternehmen stehe er gerade in konkreten Verhandlungen.

Wie bei den Wohnungen im Tondern-Areal wird im Bredstedter Stadtdomizil ebenfalls auf Laubengänge gesetzt. Auch einen Aufzug wird es geben. Nicht nur Senioren über 60 gehören zu den Wohnungseigentümern, sondern auch jüngere Menschen, die selbst dort inmitten der Stadt wohnen oder zunächst vermieten wollen, um sich für ihr künftiges Rentendasein die Vorteile einer Stadtwohnung sichern zu können.

Eine Steilvorlage erhielten die Bauherren schon dadurch, dass zehn Wohnungen von der Gemeinde Reußenköge sowie neun von der Tondern-Stiftung erworben wurden, um Bürgern der Kommune und der Stadt über 60 Jahren bezahlbares Wohnen an adäquater Stelle zu ermöglichen. Überhaupt, so Becker, sei die Nähe zum Tondern-Treff als Veranstaltungszentrum und Treffpunkt ideal. Ansonsten ist der neue Komplex teilunterkellert. Dort ist ein kleines Blockheizkraftwerk in Verbindung mit einem Gasheizkessel installiert worden, so dass Wärme und Strom für die Wohnanlage selbst produziert werden. „Wir haben mit dem Partner Stadtwerke Bredstedt als Betreiben einen Vertrag geschlossen“, informiert Oke Hansen. Weiter wird ein Kellerraum für die Unterbringung und Aufladung von E-Bikes vorhanden sein.

Die Projektidee Bredstedter Stadtdomizil stammt übrigens von Michael Becker. Es sollte, so sein Anspruch, etwas Sinnvolles für die Allgemeinheit geschaffen werden und so habe er dann Oke Hansen angesprochen, der bereits ein abbruchreifes Gebäude für eigene Zwecke erworben hatte. Der fand den Gedanken so gut, so dass er mit in das Boot einstieg. Beiden war klar, dass sie nur investieren und dann die entstehenden Einheiten verkaufen wollten. Zunächst ließen die Macher die Grundstücke rechtlich mit einem weiteren Flurstück verschmelzen, so dass die Umsetzung auch von der Fläche her starten konnte.

Auf einem weiteren Flurstück stand noch ein bewohntes Einfamilienhaus, in der die über 90-jährige Dora Reiners wohnte. Kurz überlegt, so Becker, sei ihr eine schöne, altengerechte und sanierte Wohnung in Marktplatznähe zur Verfügung gestellt worden. „Frau Reiners fühlt sich da pudelwohl“, so Becker.

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