Nachtragshaushalt in Kiel : Stadt hofft auf Geld vom Land

Die Maßnahmen für die Klaus-Groth-Schule stehen vor der Ausschreibung.
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Die Maßnahmen für die Klaus-Groth-Schule stehen vor der Ausschreibung.

Die Sanierung von Toiletten und Duschen in den Schulsporthallen ist ein großer Posten im Husumer Haushalt.

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30. März 2017, 15:00 Uhr

Entscheidet sich eine Landesregierung spontan, Gelder zur Verfügung zu stellen, muss eine Verwaltung schnell handeln. Das hat Christine Friedrichsen, die Leiterin des städtischen Gebäudemanagements, getan: „Wir haben natürlich sofort Kontakt mit dem Land aufgenommen.“ Schließlich möchte auch Husum in den Genuss von Fördermitteln aus Kiel für die Sanierung maroder Toiletten und Duschen in Schulsporthallen kommen.

Auf Initiative der Grünen stehen hierfür in einem Nachtragshaushalt insgesamt zehn Millionen Euro zur Verfügung. Bei einzelnen Projekten würde das Land drei Viertel der Kosten übernehmen, ein Viertel müsste der Schulträger beisteuern. „Wir kennen aber die Richtlinien noch nicht und können deshalb auch nicht einschätzen, mit wie viel wir etwa rechnen dürfen. Das Gesetz tritt ja erst Mitte Mai in Kraft“, erklärt Christine Friedrichsen.

Immerhin steht Husum nun mit auf der Liste, wenn es darum geht, sofort Antragsformulare zu erhalten – „denn es wird ein Wettrennen geben“. Barbara Ganter, grünes Ratsmitglied und Mitglied des Bau-Ausschusses, freut sich über die gute Nachricht aus der Landeshauptstadt: „Für Husum kommt dieses Programm wie gerufen: In fast allen Schulsporthallen der Stadt müssen die Duschen dringend saniert werden.“

Konkret sind es die Theodor-Storm-, die Hermann-Tast- und die Klaus-Groth-Schule sowie die Bürgerschule. Unabhängig hiervon steht auch die Jahn-Sporthalle auf dem Plan der Gebäude-Managerin. Für alle erforderlichen Maßnahmen sind im Haushalt mehr als eine Million Euro – verteilt auf fünf Jahre – eingestellt worden. Bei den vier Schulen ist es zudem nach einer Novellierung der Trinkwasser-Verordnung von 2011 Pflicht, die Anlagen zur Warmwasserbereitung und damit auch Leitungen auszutauschen, um gesundheitliche Gefährdungen durch Legionellen auszuschließen.

Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Finanzspritze aus Kiel seien „möglichst weit fortgeschrittene Planungen“, erläutert Christine Friedrichsen. In Husum ist dies bei der Klaus-Groth-Schule der Fall – „hier stehen wir kurz vor der Ausschreibung“. Nun komme es darauf an, wann die Richtlinie feststehe, „denn rückwirkend dürften wir nichts mehr beantragen“. Und bei der Klaus-Groth-Schule geht es immerhin um etwa 300.000 Euro. Die Außenstelle – die Bornschool – werde später berücksichtigt, kündigt Friedrichsen an.

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