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Zwölf Millionen Euro Investition : Stadt gibt grünes Licht für Neubau

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Dithmarscher Investoren wollen in Friedrichstadt ein Seniorenheim und Wohnungen für zwölf Millionen Euro auf dem Gelände des ehemaligen Ausflugslokals Großer Garten errichten.

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erstellt am 30.Okt.2014 | 15:15 Uhr

Ganz ungewöhnlich für die Friedrichstädter Stadtvertreter. Bereits um 17 Uhr begann ihre Zusammenkunft im Rathaus des Holländerstädtchens, denn im Anschluss tagte auch noch der Ausschuss für Schule, Jugend, Sport und Soziales. Zeitlich eigentlich kein Problem, denn die Stadtvertreter sollten nur über ein Thema beraten, den Bebauungplan Nr. 21, das Gebiet Großer Garten, nördlich des Stapelholmer Platzes, östlich des Ostersielzugs und südlich der Treene sowie den Durchführungsvertrag zum vorhabenbezogenen B-Plan. Schließlich ist es der Stadt gelungen, das Sahnegrundstück am Wasser, von großen Bäumen umstanden, an den Mann, genauer an die Dithmarscher Investoren Friedhelm B. Kretschmann und Harald Schmidt zu verkaufen. Beide wollen dort drei Gebäudekomplexe errichten. Ein Seniorenheim mit 79 Plätzen, 17 altengerechten Ferienwohnungen sowie die gleiche Anzahl von seniorentauglichen Wohnungen.

Bauherr ist die Großer Garten Immobilien GmbH aus Dithmarschen, die auf dem knapp 8500 Quadratmeter großen Grundstück des ehemaligen Restaurants Großer Garten das Projekt verwirklichen will. Da das Areal wegen seiner Lage sehr interessant ist, gab es in den vergangenen Jahren verschiedene Interessenten, die vorwiegend touristische Einrichtungen bauen wollten. Für den jüngsten Investor wurde bereits entsprechendes Baurecht für ein Familienhotel geschaffen, doch in letzter Minute sprang der Dithmraschen wieder ab.

Rund zwölf Millionen Euro werden am Ufer der Treene investiert. „Wir warten eigentlich nur noch auf die Baugenehmigung“, sagte Friedhelm Kretschmann und betonte, dass er am liebsten sofort loslegen würde udn auf einen milden Winter hoffe. Zudem sei das Interesse sowohl an den Altenheimplätzen als auch an den Ferien- und altengerechten Wohnungen groß. Eine Diskussion über eine vertragliche Bevorzugung von Interessenten aus der Stadt erübrigte sich, da laut dem Investor ohnehin rund 60 Prozent aus Friedrichstadt und Umgebung kämen.

Dennoch wollte Björn Jensen (CDU) noch einige Details zum Durchführungsvertrag wissen, der den Stadtvertretern sehr spät zugestellt worden war. Daher, so Jensen, müsse er die Fragen in der Öffentlichkeit stellen. Unter anderem bemängelte er, dass die Erschließungsstraße zu den 34 Wohnungen über die Zufahrt zum Kindergarten laufen soll. Auch während der Errichtungsphase würden dort Baufahrzeuge verkehren. „Das ist eine große Gefahr für die Kindergartenkinder“, beklagte Jensen. Der Weg werde nämlich üblicherweise kaum befahren und viele Kinder würden auf ihm allein bis zur Bushaltestelle gehen. Der Lösungsvorschlag, Parkplätze der Treeneschule zu opfern, um an der Engstelle einen Fußweg zu schaffen, wurden verworfen. Stattdessen soll jetzt nach einer Lösung gesucht werden. Auch über den Bau eines Extra-Fußwegs wird angedacht. Ob denn auch alle Stadtvertreter damit einverstanden seien, dass nach der Fertigstellung des Projektes ein benachbartes städtisches Grundstück nicht mehr bebaut werden dürfe, wollte Jensen wissen. Damit hatte das Gremium kein Problem, zumal der Investor erklärte: „Eine Bebauung dort ist für mich ein No-Go.“ Weitere Details, die in früheren Durchführungsverträgen aufgezählt worden waren, und nach denen Jensen fragte, finden sich nun im Kaufvertrag, wie etwa das Vorkaufsrecht der Stadt bei einem Schietern des Projektes. Die CDU-Fraktion stellte fest, dass sie sich etwas mehr Zeit für das Durcharbeiten des Vertrages gewünscht hätte. Gleichzeitig betonte sie, dass sie das Projekt unterstützt. Das städtische Gremium stimmte schließlich bei drei Enthaltungen der CDU für das Projekt Großer Garten.

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