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Mögliches Baugebiet in Bredstedt : Stadt gibt die BGS-Blocks nicht auf

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bürgermeister und Verwaltung sind mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Kontakt, stehen weiter mit der Eigentümerin in Verhandlungen, führen aber auch Gespräche mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein.

Das Thema BGS-Blocks ist für die Stadt noch nicht abgehakt. „Wir bemühen uns weiter um das Gelände“, sagt Bürgermeister Knut Jessen. Bereits im Mai verkündete er erstmals den Plan der Stadt. „Wir müssen auch mal wieder an junge Menschen denken“, sagte er damals. Der Plan war es, die Gebäude zu kaufen, um dort ein Baugebiet zu errichten: Nachdem zuletzt vor allem seniorengerechte und barrierefreie Wohnungen in Bredstedt entstanden waren, sollten an der Broder-Lorenz-Nissen-Straße und Am Bornbek nach Wunsch der Stadt nun vor allem Ein- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden können.

Doch dann folgten die Haken: Das Darlehen der jetzigen Eigentümerin läuft noch 60 Jahre, etwa 1,2 Millionen Euro sind noch zu tilgen. Zusätzlich stellte sich wenige Wochen später heraus, dass der Bund noch Wohnungsbesetzungsrechte im Grundbuch der Gebäude eingetragen hat. Und diese bleiben bestehen, bis das Darlehen abbezahlt oder dessen Laufzeit beendet ist.

Die ursprünglich für Bundes- und Landesbeamte entstandenen Blocks sind zum Großteil bereits seit Jahren unbewohnt, seit Anfang 2015 stehen sie komplett leer. 350.000 Euro würde ein Abriss der mittlerweile unbewohnbaren Gebäude laut Jessen kosten.

Er und die Verwaltung sind mit der zuständigen Bundesanstalt für Immobilienaufgaben in Kontakt, stehen weiter mit der Eigentümerin in Verhandlungen, führen aber auch Gespräche mit der Investitionsbank Schleswig-Holstein. So sei eine weitere Möglichkeit, die zinsfreie Resthypothek zu übernehmen, mit 20.000 Euro im Jahr zu tilgen und die Grundstücke als Erbpacht zu vergeben. Das wäre laut Jessen zwar der „worst case“, doch die Stadt sei sehr an dem Gelände interessiert. „Das ist eine Fläche von zweieinhalb Hektar, da können wir richtig etwas gestalten“, betonte er in der letzten Stadtvertreter-Sitzung des Jahres.

Neben den geplanten Ein- und Mehrfamilienhäusern werden auch nachhaltig geplante Wohnungen für Flüchtlinge in Betracht gezogen, die später im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus weitergenutzt werden könnten. Etwas mehr als 200 Flüchtlinge leben aktuell in Bredstedt. Das Amt habe für solche Projekte bereits seine Unterstützung zugesagt.

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erstellt am 29.Dez.2015 | 17:54 Uhr

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