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Bahnbetriebswerk Husum : Stadt fordert neue Verhandlungen

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Husums Politik und Verwaltung wollen einen neuen Anlauf zum Erhalt der 46 Arbeitsplätze im Bahnbetriebswerk der Nord-Ostsee-Bahn starten.

shz.de von
erstellt am 10.Dez.2016 | 13:00 Uhr

Die Stadt Husum hat sich drei Tage vor der Übernahme der Marschbahn-Strecke zwischen Hamburg und Westerland noch einmal ausdrücklich für den Erhalt des Bahnbetriebswerks in Husum-Rödemis und der damit verbundenen 46 Arbeitsplätze ausgesprochen. Das Betriebswerk ist der zentrale Wartungs-Stützpunkt der Nord-Ostsee-Bahn (NOB), die die Strecke seit 2005 betreibt. Mit dem Fahrplanwechsel am morgigen Sonntag, 11. Dezember, übernimmt jedoch die Deutsche Bahn Regio (DB Regio).

„Die Fachkompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bahnbetriebswerk ist dann nicht mehr gefragt – die DB Regio hat sich mit Blick auf die Wartung und Instandhaltung ihrer Züge für einen anderen Anbieter entschieden“, teilt die Stadt Husum mit Bedauern mit.

In Abstimmung mit der Husumer Politik hat Bürgermeister Uwe Schmitz im Zuge der drohenden Schließung des Werks bereits mehrere Gespräche – auch vor Ort – geführt (wir berichteten). Sein Weg reichte in diesem Zusammenhang sogar bis in die Spitze des Wirtschaftsministeriums Schleswig-Holstein, heißt es von Seiten der Stadt. „Leider ohne Erfolg, denn die DB Regio hält bisher an ihrer Entscheidung fest. Verhandlungen zwischen der Transdev – Mutterkonzern der NOB – und der DB Regio führten ebenfalls zu keinem Ergebnis.“

Der Hauptausschuss der Stadt Husum sprach sich am Donnerstagabend einstimmig dafür aus, die Verantwortlichen aufzufordern, weitere Verhandlungen aufzunehmen und dabei den Erhalt der Arbeitsplätze in den Mittelpunkt zu rücken. „Konzernpolitik darf auf keinen Fall auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgetragen werden“, stellten die Mitglieder des Ausschusses fest.

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