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Finale erreicht : St. Peteraner Wehr will nach New York

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Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Bundesweiter Wettbewerb der Feuerwehren: Löschprofis aus St. Peter-Ording haben sich mit einem spektakulärem Einsatz im Wattenmeer beworben. Ab heute kann ihnen jedermann seine Stimme beim Online-Voting geben.

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erstellt am 14.Okt.2013 | 07:00 Uhr

Feuerwehr-Team des Jahres – um diesen Titel bewirbt sich die Wehr von St. Peter-Ording auf Bundesebene. Bis ins Finale des Conrad Dietrich Magirus Preis 2013 sind die Löschprofis aus dem Nordseebad schon vorgedrungen – als einzige aus Schleswig-Holstein. Von heute an kann unter www.feuerwehrwelt.de jedermann an der Abstimmung teilnehmen und die St. Peteraner unterstützen.

Beworben hat sich die Feuerwehr mit einem Einsatz im Wattenmeer. Dort war im August eine Gruppe von Reitern von der Flut überrascht worden. Ein zwei Meter tiefer Priel versperrte ihnen den Weg zurück zum sicheren Festland. Die alarmierten Einsatzkräfte mussten jetzt schnell und überlegt handeln, denn mit jeder Minute stieg der Wasserpegel. 400 Meter vom Festland entfernt wurden die 15 Kinder und ihre Betreuer entdeckt. Sofort wurden Rettungshubschrauber angefordert. Mit einem Luftkissenboot machten sich die Einsatzkräfte zu der eingeschlossenen Gruppe auf. Nachdem die Retter das letzte Stück durch den Priel geschwommen waren, machten sie sich daran, die neun- bis zwölfjährigen Kinder mit Booten zur vorgelagerten Sandbank zu bringen. Dort warteten weitere Feuerwehrleute, um die verängstigten kleinen Reiterinnen über einen anderen Priel mit Booten zurück zum Festland zu befördern. Da niemand sich verletzt hatte, konnten sie an Land wieder in die Obhut ihres Betreuers gegeben werden. Doch auch die 15 Ponys mussten noch gerettet werden. Nachdem man die Tiere von Sattel- und Zaumzeug befreit hatte, wurden sie teilweise schwimmend an Land getrieben. Dort wurden die Vierbeiner wohlauf an ihren Besitzer übergeben.

„Dass der Einsatz ohne Verletzte schnell und effizient durchgeführt wurde, ist vor allem der guten Zusammenarbeit, der beteiligten Kräfte aus Feuerwehren, DLRG und Rettungsdiensten, zu verdanken“, wie Wehrführer Norbert Bies betont. Nun hoffen er und seine Aktiven, dass sie den Preis gewinnen. Ihnen winkt eine Reise zur New Yorker Feuerwehr. Sie sind stolz, bis ins Finale vorgedrungen zu sein. Die St. Peteraner treten gegen drei andere Teams in der Kategorie Rettungseinsätze an. „Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass wir auf Anhieb ins Finale kommen“, sagt Bies. Er hatte die Ausschreibung in einer Fachzeitschrift gesehen. Seines Wissens ist diese Teilnahme an einem solchen Wettbewerb eine Premiere für die Feuerwehr von St. Peter-Ording.

Insgesamt 14 Teams aus ganz Deutschland kämpfen in drei Kategorien – Brandbekämpfung, Rettungseinsätze und Soziales Engagement – um den Titel „Feuerwehrteam des Jahres“. Eine prominent besetzte Fachjury hat aus mehr als 100 Bewerbungen die besten ausgewählt. Jetzt sind alle Bürger gefragt: Ab heute können sie unter www.feuerwehrwelt.de in einem großen Online-Voting für ihre drei Favoriten stimmen und über den endgültigen Sieger mitentscheiden.

Der Wettbewerbsveranstalter, die Iveco Magirus Brandschutztechnik GmbH, möchte die Feuerwehren damit stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken, wie Mitarbeiter Tobias Knebel erklärt: „Wir haben rund 1,3 Millionen aktive Feuerwehrleute in Deutschland, die alle hervorragende Arbeit leisten und für jeden einzelnen von uns im Notfall zur Stelle sind.“ Die Finalisten werden nach Abschluss des Online-Votings zur feierlichen Preisverleihung im November nach Ulm eingeladen. Der Preis wurde 2012 erstmals ausgeschrieben.

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