zur Navigation springen

St. Peter-Ording : St. Peter: Startschuss für neues Supermarkt-Gelände

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Mit dem Nahversorungszentrum in St. Peter-Ording kann es losgehen: Die Gemeindevertretung von St. Peter-Ording stimmt für die Aufstellung des Bebauungsplans.

Einmal mehr beschäftigte das geplante Nahversorgungszentrum in Ording die Gemeindevertretung von St. Peter-Ording. Es wurde nun der Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungs-Plan Nr. 73 gefasst. 13 Mitglieder stimmten dafür, eines enthielt sich. Von jeder der vier Fraktionen fehlte ein Mitglied. Damit ist der Startschuss für das Bauleitverfahren und damit für eine Realisierung des Projektes gegeben worden. Aldi und Edeka wollen auf einer Fläche am Ortseingang von Ording (bei der Tankstelle) je einen neuen Verbrauchermarkt errichten. Das Projekt ist umstritten. Viele Gegner sorgen sich vor allen Dingen um den zusätzlichen Verkehr und um das Erscheinungsbild des Ortes.

Der Bauausschuss-Vorsitzende Bodo Laubenstein (CDU) erläuterte vor der Abstimmung einen Teil der Vorgeschichte. Demnach hat im März die Gemeindevertretung den Grundsatzbeschluss zur Ansiedlung von Edeka und Aldi gefasst. Zwischenzeitlich wurde außer einer Verträglichkeitsanalyse auch ein Verkehrsgutachten erstellt. Der Bauausschuss hatte sich bei der verkehrlichen Erschließung des Areals an der B 202 für den Bau von Kreisverkehren an der Zufahrt zum Einzelhandelskomplex sowie bei der Querung von Strandweg/Waldstraße mit Dreilanden ausgesprochen. Straßenbauverwaltung, Polizei und Verkehrsaufsicht haben einer solchen Lösung zugestimmt. Das Verfahren zur Änderung des Flächennutzungsplanes (bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche) ist bereits fortgeschritten. Die Beteiligung der Öffentlichkeit war am 29. August abgeschlossen worden. Nun beginnt das Stadium der Auswertung der eingegangenen Stellungnahmen und die Entwurfsbearbeitung. Als Fachgutachten liegt bereits ein Artenschutzgutachten vor. Die Erstellung einer schalltechnischen Untersuchung ist zwecks Vorplanung noch erforderlich. Auch die Planungen für den Bau der beiden Kreisverkehre sind noch weiter zu konkretisieren. Die Kosten für den ersten Kreisverkehr – Zufahrt zum Einkaufszentrum – übernehmen die Betreiber. Für den zweiten Kreisel wollen sich Gemeinde und Betreiber die Kosten teilen, der Umfang ist aber noch nicht geregelt.

Hans Halket Kraus (SPD) hatte an den vom Bauausschuss geforderten beidseitig anzulegenden Fuß- und Radweg erinnert. In der Begründung für den Aufstellungsbeschluss ist die „Klausel“ enthalten, dass das Verfahren jederzeit durch die Gemeinde beendet werden kann, wenn sich beispielsweise im weiteren Prozess herausstellt, dass die Finanzierung der beiden Kreisverkehre nicht gesichert ist.

Eigentlich hätte der Beschluss schon vor 14 Tagen gefasst werden sollen. Allerdings war dieses und ein weiteres Thema von der Tagesordnung genommen worden, weil die Beschlüsse aufgrund der Ausfertigung der Tagesordnung hätten anfechtbar sein können (wir berichteten). Nun war alles formal in Ordnung.

Beim zweiten Thema handelte es sich um die Veränderungssperre für den B-Plan 30. Sie wurde einstimmig beschlossen und ist bis zum 23. Juli 2018 gültig. Es handelt sich um das Gebiet entlang der Böhler Landstraße (K 6) zwischen Wiesenweg und Straße „Zum Böhler Strand“. Seeseitig wird es begrenzt durch das Dünengebiet vor dem Landesschutzdeich, landseitig auf der anderen Seite der Böhler Landstraße durch landwirtschaftliche Nutzflächen. Zu diesem Gebiet gehören unter anderem der Gebäudekomplex ehemals „Böhler Brise“, in dem auch die Außenstelle der TZ untergebracht ist, das Wäldchen, die Campingplätze sowie die Stichstraße „Böhler Heide“ und auf der anderen Seite der Böhler Landstraße die bebauten Grundstücke mit den Häusern. Wegen der Veränderungssperre dürfen bestimmte bauliche Vorhaben nicht durchgeführt oder bauliche Anlagen nicht beseitigt werden. Es dürfen auch keine nicht genehmigungs-, zustimmungs- oder anzeigepflichtigen Veränderungen vorgenommen werden. Nur bis zum Sommer haben der Fachbereich Bauen und Entwicklung des Amtes sowie der Bauausschuss und die Gemeindevertretung Zeit bis zum Fassen eines Aufstellungsbeschlusses für den B-Plan.

In der Einwohnerfragestunde ging es wieder um das Thema „Bahnübergang Bövergeest“ und „Überquerungshilfe Wittendüner Allee“. Es wurde einerseits deutlich, dass Dinge ihre Zeit brauchen, aber andererseits auch bekannt, dass Überlegungen für einen Kreisverkehr in Wittendün laufen. Barrierefreiheit war ein weiteres Thema, zu dem Bürgermeister Rainer Balsmeier auf die Reihe „TZ im Dialog“ verwies, bei der es im Januar darum gehen wird. Auf Anfrage teilte er mit, dass in Sachen „Areal Stiftung Naturschutz Grudeweg“ (wir berichteten) alles auf den Weg gebracht worden ist.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen